Vielen Dank für deine Kenntnisreichen und erhellenden Beiträge aus dem orchideenfach vergleichende Religionswissenschaft

Mephistopheles, Donnerstag, 01.09.2022, 12:44 (vor 1393 Tagen) @ LePenseur2452 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Donnerstag, 01.09.2022, 12:53

Geschätzte Foristen dieses Threads,

da mein Interesse daran, ob katholische Dogmatik ganz, ganz pöhse und "unchristlich" ist, oder doch das Beste seit der Erfindung des Feuermachens durch unsere geniale Halbaffenvorfahren,


Das ist eine sehr bemerkenswerte Erkenntnis, sozusagen im Nebensatz ausgesprochen. Ich schließe mich dem an. Seit der Beherrschung des Feuers kann man von Menschen sprechen und nicht mehr von Affen; obwohl der Mensch biologisch natürlich nach wie vor zu den Affen und zwar den Primaten gehört.
Mit der Beherrschung des Feuers und der Sprache wurde der Mensch kulturfähig und, genaugenommen, zum Physker und Chemiker. Noch heute beruht alle Physik und Chemie auf der Kunst, Feuer zu machen, es zu beherrschen und darüber reden zu können.
Die Beherrschung des Feuers und der Sprache ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des Menschen. Vermutlich auch die Ursache, dass er seitdem Götter erfinden konnte.

Hickhack über "Grundsätze christlicher Dogmatik" (was ich übrigens nicht schrieb, sondern "Grundkenntnisse der ...", was doch was anderes ist!) finde ich hingegen weit weniger interessant — und angeblich ernst gemeinte Überlegungen, ob Maria nicht ein parthenogenetisch zeugender & gebärender Zwitter gewesen sein könnte (was dann Christi Jungsfrauengeburt "erklären" würde), halte ich für, gelinde gesagt, ebenso schräg wie geschmacklos.

Leider ist vergleichende Religionswisenschaft nicht die einzige Wissenschaft, es gibt mehrere.
Und nahezu alle Erkenntnisse daraus werden von Fachfremden zumindest als schräg, wenn nicht sogar geschmacklos empfunden. Z.B. die Erkenntnis, dass unsere Erde mit der Sonne nur ein Staubkorn ist zu den unendlichen weiten und Entfernungen im Weltall mit ihren Milliarden von Galaxien und Milliarden von schwarzen Löchern, wobei jede Galaxie wiederum Milliarden von Sternen enthält. Ein unbedarfter würde das zumindest als schräg empfinden. Schwarze Löcher und ihre Eigenschaften sind sogar unltraschräg.

Oder die Erkenntnis, dass die feste Materie, aus der unsere Wolkenkratzer bestehen und die Hängebrücken über Tausende Meter, im Prinzip hohl ist. Dass die Atome, die das ganze zusammenhalten, im Prinzip leeren Raum beinhalten. Auch das ist zumindest schräg.

Auch die Sexualwissenschaft und die Genetik bringt eine Menge von Erkenntnissen, die genaugenommen geschmacklos sind.
Es wäre allenfalls die Frage zu stellen, ob diese schrägen Gestalten aus der Sexualwissenschaft zur Fitness der Population im Sinne der Evolution beitragen; aber diese Frage darf nicht mehr gestellt werden. Die Evolution könnte dann allerdings zu der Ansicht gelangen, dass es besser wäre, die gesamte Population auszulöschen. Aber darüber denken wir lieber nicht nach.

Ach, so, Maria: ich wollte nur einen Beitrag leisten zur Parthogenese; habe mich aber dann dazu entschlossen, erst einmal die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen des Turiner Grabtuchs abzuwarten. schließlich ist eine Jungfrauengeburt, bitte im WWW googeln, durchaus keine Seltenheit noch außergewöhnlich. Nur genetische Untersuchungen liefern meist ein völlig anderes Bild. [[euklid]]

Gruß Mephistopheles


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