"Voraussagen sind schwierig, insbesondere dann, wenn sie die Zukunft betreffen"
Gerade zur Zeit könnte ich aber einen guten Rat gebrauchen. Ich habe ein großes, unbebautes, bebaubares Traumgrundstück am Flussufer in einer kleineren Stadt,
Zuerst wäre mal zu klären, warum das Grundstück noch nicht bebaut wurde.
Gibt es irgendwelche Einschränkungen oder besondere Auflagen, die eine Bebauung schwierig machen?
War es gedacht als Erbstück für zukünfige Erben, die dann jedoch nie erschienen?
und es gibt Interessenten. Ich könnte wohl mit gutem Gewinn verkaufen.
Die ein Schnäppchen machen möchten bei unerfahrenen Verkäufern. Erfahrungsgemäß bieten "Interessenten" etwa die Hälfte bis zwei Drittel des tatsächlichen Wertes.
Ich könnte wohl mit gutem Gewinn verkaufen.
Mit gutem Verlust. Die beste Zeit für den Verkauf ist vorbei, seitdem die Zinsen anziehen. Die beste Zeit war wohl, als @Ashitaka verkaufte (solche Beiträge von ihm, bei denen es um Debitismus im weiteren Sinne geht, sind die einzigen, die ich verstehe. Seine Schwingunsbeiträge kapiere ich einfach nicht.)
Aber die Entscheidung ist nicht einfach. Die dann erzielten Euros würden im Wert sehr schnell schrumpfen,
Alles Geld hat die Eigenschaft, dass es mit der Zeit, die abläuft, schrumpft. Es sei denn, man wirtschaftet mit ihm.
und dann gibt es auch noch den Rat: Behalten, das wird immer wertvoller.
Das wage ich zu bezweifeln. Es wird gemunkelt, eine große Depression wäre im Anzug. Wenn das stimmt, dann wird dein Grundstück wertloser.
Allerdings, auch das wird gemunkelt, ist es unwahrscheinlich, dass die EZB das zulässt; viel eher wird sie Geld drucken "whatever it takes".
Dann steigt der Wert nominell, sinkt aber reell. Ein Umstand, der für die Anleger am allerwenigsten zu durchschauen ist. Plötzlich hat man mehr Geld in der Kasse, aber weniger in der Tasche.
Ich sehe nur zwei Möglichkeiten. 1. Verkaufen und der Erlös schwindet auf dem Bankkonto sehr schnell.
Jedes Geld hat die Eigenschaft, schnell zu schwinden, wenn nicht mit ihm gewirtschaftet wird.
2. Behalten und der Staat saugt mich über die Steuern aus.
Nö. Steuern sind nur - im Normalfall - eine Beteiligung des Staates an der durch diese verursachte Wertsteigerung. Im Unnormalfall, mit dem wir allerdings diesmal auch rechnen müssen, mutiert der Staat zum Räuberstaat.
Stell dir mal vor, auch das haben wir bereits diskutiert, es gäbe überhaupt kine Steuern nirgendwo. Dann hätte kein Grundstück einen Wert.
Oder doch 3. Verkaufen und mit dem Geld schnell weg hier
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Das ist der Nachteil der internationale Währungskonvertibilität, wo jede Währung gegen jede andere gewechselt wedn kann: Du kannst nicht weg. Der Igel ist schon da, wenn du um die Ecke kommst.
Obiges gilt aber nur, wenn es zu einem Wirtschaftseinbruch kommt und danach wieder zu einem Aufschwung. Stillschweigend gehen alle davon aus.
Was aber ist, wenn es nie wieder zu einem Wirtschaftsaufschwung kommt?
Irgendwie war der letzte Wirtschaftsaufschwung im römischen Reich im 4. Jh., allerdings auf einem sehr viel niedrigeren Level als im 1. und 2. Jh.
Seitdem ist es im römischen Reich nie wieder zu einem Wirtschaftsaufschwung gekommen.
Ich wage die Voraussage, dass wir in der BRD nie wieder den Level erreichen werden, den wir 2019 bereits hatten.
Ich glaube nicht einmal, dass es 2 Jahrhunderte dauert, wie damals bei den Römern, bis wir ganz unten angekommen sind.
Gruß Mephistopheles
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