Auch 70% Grundsteuer-Erhöhung ist im Rahmen
Gesellschaftlich gesehen halte ich Grundsteuer für wichtig, da es den Besitzer zweimal überlegen lässt, ob er die Fläche sinnvoll nutzen kann, was das Angebot für später geborene etwas verbessern könnte, die darauf angewiesen sind, dass ein schon länger dagewesener ihnen ein Stück überlässt. Gerade weil viele Immobilien schlicht ungenutzt sind und gehortet werden. Um das ganze fair zu machen sollte es jedoch einen pro-Kopf Freibetrag für angemessenes Wohnen geben, um niemanden mit niedrigem Einkommen unnötig zu belasten. In der derzeitigen Ausgestaltung werden die Grundsteuern ja eh nur auf Mieter umgelegt, somit ist kaum Steuerwirkung da. Auch die unnötig starren Bodenrichtwerte sorgen für ungleich verteilte Belastungen.
Ich selber halte Ausschau nach günstigen Immobilien, jedoch ist mir der gesamte Immobilienmarkt viel zu heiß um dort groß einzusteigen. Vor allem: Wer ein Haus hat kann geschröpft werden, denn man kann ja nicht einfach davon laufen. Egal ob Steuererhöhung, Anliegerumlagen, Modernisierungszwänge, Energieverteuerung, ... Die so sicher geglaubte Altersvorsorge ist dann schnell essig. Auch die Nebenkosten für Grunderwerb finde ich unverschämt und eine unangemessen große Hürde für viele Bürger. Durch unnötige Bauauflagen werden zu allem Übel auch noch viel eher neue Luxuswohnungen gebaut statt bezahlbare Behausungen. Deswegen boykottiere ich den ganzen Irrsinn. Doch wohnen muss jeder. Es gibt viel Reformbedarf.