Da fallen mir zwei Varianten dazu ein, wie man das GWG durchbrechen kann

helmut-1, Siebenbürgen, Sonntag, 31.07.2022, 17:30 (vor 10 Tagen) @ Mephistopheles1478 Views
bearbeitet von helmut-1, Sonntag, 31.07.2022, 17:51

Ich sag es gleich zu Beginn, ich begebe mich auf dünnes Eis, weil ich über ein Thema rede, das sicher nicht meine Spielwiese ist.

Du schreibst:
.....dadurch, dass die Arbeit des Arbeiters unter ihrem Wert bezahlt werde, dass die Arbeiter durch die gesellschaftliche Art der Produktion weniger Geld als Lohn erhielte, als die Produkte, die sie erzeugt hätten, wert wären; also durch Ausbeutung.

Folgender Fall:

Ich hab ein Auto, das äußerlich auf Vordermann gebracht werden muss. Mein Nachbar ist Karosseriespengler und hat eine Spritzkabine. Aber er hat auch eine Einfahrt, deren Betonbelag sich schon in Wohlgefallen auflöst.

Ich einige mich mit dem Nachbar darauf, dass ich seinen Hof pflastere und er mein Auto unter die Fittiche nimmt. Geld läuft da keines zwischen den beiden Personen.

Wobei es da noch unterschiedliche Varianten gibt, - entweder bezahlt jeder die notwendigen Materialien für seine Arbeit selbst, oder der Leistungsempfänger bezahlt sie (immer dann der Fall, wenn die Materialien im Gegengewicht der Kosten zu ungleich sind).

Ist hier in Rumänien gebräuchlich, auf diese Art und Weise habe ich mir im Winter auch schon mal ein Schwein vom Bauern gekauft.

Der andere Fall:

Es gibt Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In handwerklichen Berufen, wo man sich das technisch erlauben kann, gehen immer mehr Arbeitgeber dazu über, ihr eigener Arbeitnehmer zu werden. Das hängt mit der zunehmend mangelhaften Berufskenntnis, der mangelnden Arbeitseinstellung der Beschäftigten (jeder glaubt, ein Betrieb ist eine soziale Einrichtung, wo irgendwo ein Faß steht, aus dem man immer Geld herausholen kann und das niemals leer wird), den immer höher werdenden Abgabenbelastungen und den zunehmenden Reklamationen der Kunden zusammen.

Das heißt, der Selbständige (ich erläutere das Wort "Selbständig":= Selbst und ständig zu arbeiten) beschäftigt niemanden mehr, sondern nimmt nur mehr Aufträge an, die er alleine ausführen kann. Er berechnet aber seinen Kunden immer noch die alten Preise wie vorher, als er noch Leute angestellt hatte.
Der Effekt: Die Gewinnmarche erhöht sich deutlich und die Nervenbelastung reduziert sich. Die Zahl dieser Selbständigen ist am Steigen, - zumindest hier in Rumänien.


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