Das ist für mich eben keine Säule...

Andudu, Montag, 28.03.2022, 16:14 (vor 1414 Tagen) @ Weiner2297 Views
bearbeitet von Andudu, Montag, 28.03.2022, 16:23

Deshalb: der unausgesprochene, stillschweigende aber tätige Konsens ist die fundamentale Macht im Staate bzw. des Staates.

...sondern eine statistisch-gesetzmäßige Randbedingung, die sich eben aus der Unzulänglichkeit der menschlichen Natur und den Überlebenszwängen (Fortpflanzung und Nahrungsbeschaffung) automatisch ergibt. Darüber zu klagen, macht keinen Sinn, ebensowenig wie Vorwürfe oder Appelle. Es handelt sich um eine Gesetzmäßigkeit, die man zur Erlangung und Erhaltung der Macht lediglich kennen sollte.

Der Staat ist eigentlich ein Dienstleister, er organisiert das Leben für das Volk. Darin liegt seine eigentliche Macht. Die von Dir genannten Säulen sind nur die schnelle Eingreiftruppe, die dann tätig wird, wenn das System in Gefahr kommt - oder wenn es in eine neue Richtung getriggert werden soll. (Herde auf neue Weideplätze oder zum Schlachthof treiben).

Ich mag schon das Wort "Staat" nicht, was und wer soll das sein?

Die Macht geht zuvorderst von den Netzwerken der Machtsäulen aus, die ich beschrieben habe. Sie lenken das, was du "Staat" nennst und nutzen das Volk für ihre Zwecke. Dass sie es dafür i.d.R. erhalten und sich kümmern müssen, ergibt sich automatisch, hat aber durch die Globalisierung im Einzelfall stark an Bedeutung verloren.

Oder konkret am Beispiel: Medien, Dienste und Militär (und damit auch die Politik) in der Ukraine sind von transatlantikhörigen (weil abhängigen) Netzwerken gesteuert, die ohne Not auch für untergeordnete geostrategische Ziele der USA die ukr. Bevölkerung zu belügen und zu opfern bereit sind.


Sofern in einem Bildungssystem Konformität mit dem System vermittelt wird, finde ich es (nach dem oben Gesagten) wesentlich wichtiger als die Polizei oder das Militär, vielleicht sogar wichtiger als die Medien, die natürlich ins selbe Horn stoßen und die Arbeit des Bildungssystems unterstützen, fortsetzen und abrunden. Vor allem sind die Medien für die Durchsetzung neuer Themen da (Richtungsänderungen).

Die Bildung hat die Absicht langfristig bestimmte Sichtweisen zu zementieren. Aber sie ist letztlich ausgeliefert. Wenn die Massenmedien einen anderen Zeitgeist ausrufen, wird man die Lehrbuchinhalte zuerst einfach entsprechend framen ("früher dachte man mal es ist so und so") und über kurz oder lang wird man selbige einfach umschreiben. Damit erreicht man zwar nicht mehr die alten Leute, aber die spielen eben so gut wie keine Rolle, sind schlimmstenfalls mal Störfaktor.

Oder konkret am Beispiel: wenn ich heute lauthals meine Verbundenheit mit Russland kundtue, verliere ich u.U. meinen Job und bekomme ein Strafverfahren, im schlimmsten Fall wird mir (wie den russischen Oligarchen) illegal das Vermögen "eingefroren", alles mit Deckung der Massenmedien und Geheimdienste und im Sinne des Militärs. Bestrafe einen, erziehe hunderte... Ähnlich war es auch schon, wenn man seine Zweifel am Corona-Narrativ kundtat. Es spielt keine Rolle, was einzelne von uns denken, da sichergestellt ist, dass die Mehrheit der Propaganda glaubt und nie selbst denkt.


Gefahr droht, wenn das Futter nicht mehr bereitgestellt werden kann.

Teilweise, mit ausreichend Gewalt und Kontrolle kann man auch diesen Zustand sehr lange durchhalten. Siehe Mao oder Nordkorea.

Und Gefahr droht, wenn Einzelne oder Gruppen sich nicht mehr an die üblichen Regelen halten, d.h. kriminell werden. Das könnten sichtbare(!) Ungleichverteilungen in Einkommen oder Vermögen sein - oder echte, speziell die organisierte Kriminalität.

Gefahr droht durch konkurrierende Netzwerke, die organisierte Kriminalität würde ich dazu zählen, wobei deren politische Interessen i.d.R. überschaubar sind und ihre Eliten ins bestehende System assimiliert werden können, wie es in vielen Dritt-Welt-Ländern geschieht. Der Übergang ist sowieso fließend und höchstens am Geschäftsbereich festzumachen...


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