Für eine Versottung braucht es zuerst eine schlechte Verbrennung

Konstantin ⌂, Waldhessen, Donnerstag, 10.03.2022, 23:09 (vor 1585 Tagen) @ Mephistopheles4493 Views

160°C sind schon recht niedrig, 200°C wären besser.

"Besser" wären 400°C wenn Du der Holzverkäufer bist...

Solange die Holzverbrennung nahezu vollständig erfolgt und die Abgastemperatur über 55°C bleibt (bis Schornsteinkopf) gibt es kein Kondensat und damit keine Versottung.

Zitat:
"Unter einer Temperatur von etwa 55°C beginnt der Wasserdampf im Abgas zu kondensieren, ..."
Quelle: https://energieforschung.at/wp-content/uploads/sites/11/2020/12/2012-03-20-101610Publiz...
Seite 6

Beim Tigchel hat die Brennkammer einen Wirkungsgrad von ca. 99%. Im Ofenrohr sitzt ein Thermometer mit Fühler bis in die Mitte des Abgasstromes (das ist genauer als die Temperatur der Rohroberfläche zu messen). Es ist ein Erfahrungswert, daß 80°C in der Mitte des Rauchgases im Ofenrohr passend ist um am oberen Ende des Schornsteines die 55°C zu erreichen. Selbstverständlich braucht es ein paar Minuten bis die Betriebstemperatur und die Abgastemperatur erreicht ist. Nach ca. 2 Stunden Feuer endet die Verbrennung (der Nutzer macht dann den Abgas-Schieber zu) und gegebenenfalls entstandene minimale Mengen an Kondensat im Schornstein werden in den darauf folgenden ca. 22 Stunden vollständig trocknen.

Währenddessen wird die in der Speichermasse aufgenommene Wärme langsam an die Wohnung abgegeben.

Viele Grüße
Konstantin

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