Klingt ein wenig fatalistisch

mabraton, Mittwoch, 31.03.2021, 13:59 (vor 75 Tagen) @ NST883 Views

Grüss Dich NST,

unter unser buddhistischen "Glaubensbrüdern", ist Dir der Große Mittlere Weg (Madhyamaka) ein Begriff?

Wird durch die Belehrungen Buddhas klar gezeigt, daß es keinerlei wahrhafte, unabhängige Existenz in den Phänomenen geben kann, so besteht die Gefahr, in das andere Extrem zu fallen, nämlich den Glauben an eine Nichtexistenz. Aber Nichtexistenz ist wiederum nur möglich im Vergleich zu Existenz, sie sind immer abhängig voneinander. Und von der Existenz der Nichtexistenz auszugehen ist schon ein Widerspruch in sich selbst. Damit erkennt man, daß sowohl Existentialismus als auch Nihilismus extreme Anschauungen sind, die die Wirklichkeit niemals erfassen können. Nur der Große Mittlere Weg, die Madhyamaka-Sichtweise, führt über alle extremen Anschauungen hinaus. Sie ist die Grundlage für eine korrekte Meditationspraxis. Erst wenn man alle falschen Auffassungen, alle Konzepte, hinter sich zurückläßt und die Dinge so erlebt, wie sie wirklich sind, wird man Befreiung und Erleuchtung erlangen.
https://www.buddhismus-heute.de/archive.issue__26.position__11.print__1.de.html

Jemand der den historischen Bodhisattwas nacheifert, führt Aktivitäten zu Gunsten Anderer aus und stellt das eigene erreichen des Austritts aus dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt hinten an. In diesem Sinne halte ich das was Ken Jebsen tut führ eine gute Sache. Ich bin sowieso der Meinung, dass der Buddhismus und die europäische Aufklärung (Kant) eine Menge Überschneidungen haben. Im christlichen Kontext ist Meditation auch nichts Unbekanntes (Meister Eckehardt).
Ken Jebsen hat starkes Interesse am Buddhismus. Ich vermute, dass er meditiert, was ihm bei seinem hyperaktiven Geist und seiner Emotionalität sicher gut tut.

Du kannst auch nicht davon ablassen, Dir ständig das Gelbe rein zu blasen, oddr?

Beste Grüße
mabraton


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