Armut für fast alle

Revoluzzer, Samstag, 23.05.2020, 14:36 (vor 13 Tagen) @ Ulli Kersten2721 Views

Vielleicht entspricht der von Armstrong genannte Wegfall der Nachfrage dem Rückgang der weltweiten Produktion von 25 %, von der Krall redet.

Dann wäre ja alles wieder im Gleichgewicht.

Klar, es stellt sich immer irgendwie ein Gleichgewicht ein. Die Frage ist: Was passiert auf dem Weg dahin und auf welchem Niveau stellt sich das Gleichgewicht ein. Schaue ich mir unsere Gesellschaft an (massive Spaltungen, Fehl-Bildung, Antriebslosigkeit usw.), dann ist es denkbar, dass wir auf ein Niveau wie im heutigen Indien sinken.

Nebenfrage zur Inflation. Ich habe früher gelernt, dass bei einer gallopierenden Inflation Löhne und Preise im schnellen Wechselschritt steigen.

Wenn aber dereinst nach der Deflation die Inflation beginnt, dabei die Löhne aber nicht steigen - was ist das dann?

Ich denke, das wird eine Mischung aus 1923 und 1945 ff.: Der Euro wird nicht mehr bzw. nur mit hohem Aufschlag als Zahlungsmittel akzeptiert, entsprechend die Euro-Preise sehr hoch steigen. Die Löhne werden nachziehen, aber angesichts der überbordenden Arbeitslosigkeit, dem (Drecks-)EU-Binnenmarkt bzw. Weltmarkt und dem Produktionsüberhang nicht ausreichend. Folge: Massenarmut.

Glücklich jene, die in einem Bereich arbeiten, der gekauft werden muss (Nahrungsmittel, z.T. Energie u.ä.) Da wird es etwas besser sein, aber ganz abkoppeln werden die sich auch nicht.

Interessant wird, was mit den Beamten u.ä. passiert. Eigentlich müsste die Anzahl Beamter, Pensionäre usw. radikal reduziert und in den Kosten reduziert werden - aber wie wahrscheinlich ist das? Schließlich wird immer irgend jemand im Kanzlerbunker sitzen, Befehle ausgeben und Leute brauchen, die sie umsetzen.

Wir werden es sehen.

Revo.


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