Der Krieg als Metapher
Frage ich aber nach dem Wesen der Geldwirtschaft, entpuppt sie sich als eine Melange aus Zwang, Macht und Gewalt. Wenn ich genau hinhöre, bestätigt sich das in jeder poligen Strategiebesprechung, die ich in dem Unternehmen, in dem ich angestellt bin, miterlebe. Wirtschaft ist (Klein)Krieg.
Zweifellos richtig. Unternehmen befinden sich in einem Kriegszustand mit ihren Konkurrenten. Das nennen wir Wettbewerb, und die Kunden und Arbeitnehmer profitieren davon. Es ist also ein gezähmter und auf ein bestimmtes Spielterrain begrenzter Krieg. Das Wort Krieg wird hier als Metapher benützt. Denn mit einem realen Krieg wird es niemand, der seinen Verstand beisammen hat, vergleichen wollen.
Ich bezweifle, daß das Leben in der Stammesgesellschaft oder gar in den nicht-kapitalistischen Großreichen friedlicher war. Vor allem in letzteren hat auch der Krieg nach innen gewütet, mit richtiger Sklaverei und echtem Völkermord, siehe auch Sozialismus und Nationalsozialismus.
Historisch ist es ja so, daß der etwa im 19. Hahrhundert dominante liberalkapitalistische Freihandel (bis zum Beginn des Imperialismus) mehr Frieden brachte. Handel und Wirtschaftsbeziehungen sind aufgrund der wechselseitigen Vorteile und Abhängigkeiten ein starkes Argument gegen den militärischen Krieg.
Leider muss die Geldwirtschaft offenbar immer mehr Anstrengungen vollbringen, um es ungeschoren in die nächste Generation zu schaffen. Im Gegensatz zu den Krokodilen, die seit 200 Mio. Jahren dröge in der Gegend rumliegen.
Die Krokodile als Friedensfürsten? Origineller Einfall!
Zu Krokodilen fällt mir eine der größten literarischen Leistungen ein: De Quincey: Bekenntnisse eine Opiumessers
Gibts auf Kindle Amazon umsonst.
https://www.amazon.de/Bekenntnisse-englischen-Opiumessers-Thomas-Quincey-ebook/dp/B004W...
Der arme de Quincey mußte in seinen Opiumträumen jahrhundertelang unter Krokodilen leben, lebendig begraben in einer Gruft unter den Pyramiden.
die beruflich Erfolgreichen für Parlament und Regierung zu gewinnen
Friedrich Merz steht schon in den Startlöchern.
Wenn es die etablierten Parteien nicht schaffen, so schaffen es die beruflich erfolgreichen ganzes bestimmt, mein Leben restlos zu einer Wirtschaftsunternehmung verkommen zu lasen.
Ach, wir Armen!
Gruß Talleyrand