Keine Angst vorm Balkonkraftwerk

Echo, Freitag, 30.06.2023, 13:59 (vor 978 Tagen) @ Olivia3043 Views
bearbeitet von Echo, Freitag, 30.06.2023, 14:02

Im Grunde kann dir der Zähler ziemlich egal sein. Das ist außerhalb deines Zuständigkeitsbereichs.

Die meisten Netzbetreiber wollen, dass Betreiber von PV-Anlagen einen Zweirichtungszähler haben, auch wenn du gar nicht ins öffentliche Netz einspeisen willst. Manche verzichten darauf.

In der aktuellen Gesetzeslage ist es ferner vorgesehen, dass du einen Zähler haben sollst, der nicht rückwärts läuft. Manche Verbraucher ignorieren das und nutzen den Zähler als "Stromspeicher". Demnächst soll das Vorgehen legalisiert werden, da langfristig laut Gesetz sowieso alle deutschen Zähler gegen Digitale ausgetauscht werden müssen und die rückwärtsdrehendem Zähler auch schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr verbaut werden.

Du solltest außerdem darauf achten, dass du keinen Always-Positive Zähler hast.

Hast du einen Zähler, der in 15-Minuten Intervallen abrechnet (sogenanntes Smart-Meter, in Fachjargon iMSys genannt), dann ändert sich auch nicht viel. Es lohnt sich als Betreiber von Solaranlagen jedoch nicht, stundengenau abzurechnen, weil zu Zeiten von viel Sonne auch der öffentliche Strom recht billig ist.

Sich einen Speicher zu kaufen ist toll und funktioniert, verschiebt die Rendite deiner Anlage aber um ca. 15 Jahre nach hinten und verursacht Wärmeverluste und hat eine aufwändige Steuerungstechnik - es lohnt sich schlicht nicht. Taugt eher für Idealisten, oder Prepper. Wenn du bei Stromausfall autark sein willst, dann kann ein Speicher sich durchaus lohnen. Oder wenn du eh schon einen zuhause hast (E-Roller, Warmwasserboiler, Elektroauto)


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