"Stelltrafo wegen Balkonkraftwerk" kostet 'Geld', wie man so sagt. Meine Botschaft nicht verständlich? Tipp: Wer bezahlt denn das Stelltrafo- und Regelzeugs? Nicht der Verursacher!

Hannes, Sonntag, 11.06.2023, 00:10 (vor 1067 Tagen) @ paranoia5935 Views

Hallo Hannes,

was Du mir von der DDR erzählst, habe ich verstanden. Anstatt die Leitung ausreichend zu dimensionieren, habe die Trafos weiter über Nennspanunng geliefert.

Weil es wirtschaftlicher sein kann, so einzuspeisen, mit überhöhter Spannung. Deswegen habe ich das Beispiel mit der Rolle der Spannung beim EltEnergietransport gebracht. Es gibt dabei wie beschrieben Leidtragende, so wie auch durch diese 'PV-Guerillas' es Leidtragende gibt, wegen deren kleinem privatem Profit. Ich habe hier schon oft geschrieben, was ich davon halte. Ich bin auch für Arbeitsteilung, weil es vorteilhaft ist, sich nicht alles selber machen zu müssen, Holzlöffel schnitzen, Tomatenernährung vom Fensterbrett und dergleichen Spinnereien mehr lehne ich ab.

Wer keine lange Leitung zum Trafo hatte, war der Verlierer.

Analog: Wer keine eigene PV-Anlage hat, zahlt diesen ganzen Zusatzaufwand und das zu unterhaltende Netz sowieso, un ddie Grundlastkraftwerke, die es ja braucht, weil die 'PV-Guerillas' ja sicheren Strom haben wollen, wenn mal die Wolke kommt oder so ...
[[kotz]]

Aber was hat das mit Stelltrafos zu tun?
Heißt das, dass in der DDR die Leitungen heute noch so dünn sind, dass die Trafos zur Niederspannungsebene hin standardmäßig mehr als 230 Volt abgeben?

Nein, das wurde in den letzten Jahrzehnten ausgebaut und war (!) sicher und nun auch wirtschaftlich nach der neuen Wirtschaftsordnung.

Seitdem auf der Niederspannungsebene eingespeist wird, gibt es das Problem der Spannungsanhebung.
Lösung: Spannung absenken, wenn die Bauern und Balkonkraftwerke einspeisen.

Kann man machen, ist aber asozial, wie ich immer wieder sagen muss. Ich schrieb hier mal, dass der Arbeitspreis ein Cent sein sollte und der Anschlusspreis 100 Euro monatlich, das wäre dann fair. Aber gleich regte sich jemand hier auf, er würde sich dann ganz abkoppeln vom Netz. Der Versuch wäre es mir wert, tschau Mama ... Jedenfalls geht es in diese Richtung, m. E. - Verteuerung zumindest, Zusammenbruch immer wahrscheinlicher. Beispiel: In der Technik ist wenig so gefürchtet wie Resonanzen. Jeder wird das Video mit der tanzenden Brücke kennen. Oder stellt Euch einen Flugzeugtragflügel vor, der sich aufschaukelt und endlich abbricht. Das mit der Resonanz geht auch mit Strom, wir haben es mit Schwingungen zu tun, technisch Dämpfung (wie beim Stroßdämpfer), sehr wahrscheinlich wird das passieren, wenn diese hypothetische Regelung mit den 'Stelltrafos' spinnt (noch gibt es das nicht flächendeckend).

Wir gehen spannenden Zeiten entgegen, Sachen, die wir uns nicht vorstellen können, werden passieren. Und das wird Konsequenzen haben (müssen). Was meint Ihr, warum die das PV-Register haben wollen? Ich bin, wie gesagt, empört, denn meine Inselanlage geht die gar nix an, schrieb ich hier schon.

So wie ich den Referenten verstanden habe, geschieht die Steuerung über einen Stelltrafo, dessen Übersetzungsverhältnis (fern-)einstellbar ist.

Das ist Zukunftsmusik! Und für wünschenswert halte ich das sowieso nicht, ich schrieb zu BigBrother und den SmartMetern, dass dies die Folge sein wird, zwingend, geht gar nicht anders, technisch. Wollt Ihr da wirklich hin?! Wegen ein paar Euro Stromkoste im Monat, die Ihr spart? Ich schrieb, dass die leistungsschalter fehlen, Euch abzuschalten, wenn ... Aber das lässt sich nachrüsten, erst mal machen sie's über den Preis. Ihr werdet für die Industrie bezahlen, mit Euren Stromgebühren, dass die nicht zurückwandert in den roast belt.

Das mit der DDR brachte ich als Beispiel dafür, dass es unterschiedliche Wirtschaftskonzepte der Elektroenergieversorgung gibt. In der DDR hatte man nicht so viel Sprit, wegen jeder Schaltaktion herumzufahren, ich hatte fünf Meisterbereiche gehabt beim Energiekombinat, ich kenne das. Heute gibt es andere Zwänge, blöd nur, dass Ihr die mit Euren "Guerrilla-Anlagen" noch mit erschafft, die neuen Zwänge. Das ist wie gesagt ein GROSZER PLAN. Soros hat letztens sinngemäß gesagt, dass der UA/Russ.-Krieg schnell ein Ende finden müsse, damit sich DIE GANZE WELT dem Wichtigen, der Klimabekämpfung widmen könne.

Und das benötigt Kontrolle. Da wird es Impfkontrolle beim Reisen geben und Geldkontrolle und Energieverbrauchskontrolle und Immobilienheizungsbenutzungskontrolle ...

Geschenkt ...

Gruß

H.

Gruß
paranoia

PS: ZU Deinem Beitrag: "Mirko hat keinen Stelltrafo im Ortsnetz. Nur einen fixen - wie viele andere Solarfreunde auch.
paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 10.06.2023, 02:07 @ Hannes1943 Views

Hallo Hannes,

Mirko kann ja mit seinen Nachbarn zusammenlegen. Von Siemens oder ABB gibt es bestimmt ein passendes Produkt für alle mit dem nötigen Kleingeld.

Das Faszinierende daran ist, dass die neuen Solarunternehmer umso weniger verdienen, je mehr sie abgreifen wollen! :)

Gruß
paranoia

P.S.: Die Stelltrafogeschichte habe ich im Jahre 2012 gehört. Das war ein Vortrag bei den Stadtwerke Hameln.

--"

Dies, aus meinem Link https://www.elektroniknet.de/smarter-world/regelbare-ortsnetztrafos-retten-die-qualitae...

"Um den Einsatz der neuen regelbaren Transformatoren kommen die EVUs als nicht herum. Müssen sie in jedem Fall neue Ortsnetzstationen aufbauen, oder können sie existierende auch einfach aufrüsten?

Es muss auf jeden Fall der bisherige Trafo durch einen regelbaren ersetzt werden. Wenn der Platz in der jeweiligen Ortsnetzstation dafür ausreicht und auch die Kapazität der Station nicht erhöht werden muss, dann lässt sich die Station einfach mit dem neuen regelbaren Trafo aufrüsten. Insbesondere Technologien, die einen geringen Platzbedarf haben, eignen sich gut für die Aufrüstung bestehender Stationen, weil sich der ungeregelten Trafo gegen den geregelten einfach austauschen lässt. Trifft das nicht zu, muss eine neue Station gebaut werden.

Wie viel kostet eine regelbare Station?

Als Daumenregel kann man sagen: Wenn eine ungeregelte Anlage 30.000 Euro kostet, dann müssen die Anwender für die geregelte Ausführung zwischen 10.000 und 18.000 Euro drauf legen. Auf jeden Fall muss sich die regelbare Aufrüstung dem Benchmark des Netzausbaus in seiner Wirtschaftlichkeit stellen.

Wie viele neue regelbare Stationen müssen denn aufgrund des Ausbaus der erneuerbaren Energien installiert werden?

In Deutschland gibt es rund 600.000 Ortnetzstationen. Die gängige Praxis zeigt, dass pro Jahr zwischen 10.000 und 15.000 neue Stationen hinzukommen – entweder über Upgrades oder über den Bau neuer Stationen. Wir rechnen damit, dass im Verteilnetz künftig zwischen 40 und 45 Prozent der Trafos regelbar sein sollten. Wenn man die EVUs fragt, so schätzen sie den Anteil auf 35 bis 50 Prozent – je nach heutigem Leidensgrad der jeweiligen EVU. Die große Bandbreite zeigt, dass es heute noch viel Unsicherheit gibt. Mit dem neuen EEG-Entwurf hoffen wir, dass sich die Unsicherheitren verringern und verlässlichere Abschätzungen möglich werden."

So. Und jetzt noch Mal Du:
"Mirko kann ja mit seinen Nachbarn zusammenlegen. Von Siemens oder ABB gibt es bestimmt ein passendes Produkt für alle mit dem nötigen Kleingeld."
[[euklid]]


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