Ja, das machen inzwischen viele, weil "Solar" inzwischen sehr preiswert ist. Die Versorger werden aber auch wach und legen nach.....

Olivia, Samstag, 10.06.2023, 16:12 (vor 1068 Tagen) @ igelei6990 Views

Offenbar haben diese "Inselkraftwerke" inzwischen auch den Namen "Guerillakraftwerke". D.h. sie speisen nicht ein und melden sich auch nicht an. Das Problem dabei scheint zu sein, dass sie aber bei "Dunkelflauten" trotzdem auf das vorhandene, öffentliche Netz zugreifen. Die Versorger argumentieren nun so, dass dies alle ihre Berechnungen über den Haufen wirft und zur Instabilität des Netzes beiträgt. Daher ist es also bereits eine Ordnungswidrigkeit, wenn man eine Insel "passiv" ans Netz hängt, d.h. bei Bedarf Strom entnimmt. Manuel hat vor einigen Tagen die entsprechenden Richtlinien dazu verlinkt und Hannes und ich haben sich gleich aufgeregt.... :-)

Lösung: Ganz vom Netz mit Risko von Dunkelflauten. Die Frage ist, was passier dann mit dem Wasser und dem Gas..... das wird man nur bekommen, wenn man am öffentlichen Netz hängt.

Oder das Ganze über sogenannte "Unterbrechungsfreie Stromversorgungen" zu lösen. Da gibt es ziemlich große Geräte. Die wird man auch nicht rausnehmen können, dann dann werden die Reste von Industrie, die wir noch haben, streiken..... obwohl.... unserem Narrenschiff dürfte das auch egal sein.

Erste Stromversorger in Österreich sollen inzwischen bereits eine Software haben, die solche "Guerillakraftwerke" aufspürt und vmtl. mit Strafzahlungen oder Gerichtsterminen versorgt. Nix Genaueres weiß man nicht.... siehe dazu das von Mirko verlinkte Video. Auswege scheint es auch hier zu geben, wenn man bei einem bestimmten Händler in Österreich kauft.... :-)

Gerade beginnen aber alle möglichen Hersteller von kleinen und größeren Solargeneratoren damit, eigene Balkonkraftinverter zu entwickeln, bei denen man die eigenen Powerstationen mit anbinden kann. Es ist also bereits Bewegung in der Angelegenheit. Das wird sich beschleunigen. Kann sein, dass demnächst entsprechende Vorgaben für solche Dinge gemacht werden und dann DARF jeder....

An sich ein Schwachsinn, so etwas nicht zuzulassen bzw. zu unterstützen. Das muss alles Plug and Play gehen. Und wenn die Leute 9 Monate im Jahr ihre Energie selbst herstellen, dann muss man nicht so viel Kohle und Gas für private Haushalte verbrennen.

Ecoflow bietet ein kleines Balkonkraftwerk mit portabler "Camping-Box" (Ecoflow Delta) ab 2.000 Euro (einstiegsversion) an. Da ist der entsprechende Inverter dabei und auch ein Solarpanel sowie eine kleine Box (1.000 W). Das ist aber eine richtige kleine Notstromversorgung, die in "friedlichen Sonnenzeiten" einiges an Strom auch in der Nacht zur Verfügung stellen kann. Basteln ist nicht nötig, alles solidge Stecker. Plug an Play. Die intelligenten Steckdosen sind so schlau, dass sie in der Lage sind, Teile des erforderlichen Strombedarfs aus der Powerbox und den Rest aus dem Netz zu ziehen. Jedenfalls alles interessante Ansätze, die das vorhandene Netz nutzen, aber eine erweiterte Flexibilität zur Verfügung stellen.

Bluetti wird nachziehen, denn die bieten ihre größeren Geräte bereits für die Balkonkraftwerke an. Einen passenden Bluetti-Inverter habe ich aber noch nicht gefunden, sonst hätte ich ihn gleich erstanden. Wird wohl noch etwas dauern. Angekündigt im Interview wurde das Ganze aber schon.

--
For entertainment purposes only.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung