Der machtbasierte Debitismus ist nicht als Aktivum, sondern als Passivum zu verstehen.

Ostfriese, Dienstag, 23.05.2023, 12:08 (vor 13 Tagen) @ Plancius1686 Views

Hallo Plancius

In Relation zu Dunbar’s number als theoretische kognitive Grenze der Anzahl an Menschen, mit der eine Einzelperson soziale Beziehungen unterhalten kann, markiert die neolithische Revolution den Übergang von egalitären Stammesgemeinschaften hin zu hierarchischen auf Abgabenzwang beruhenden überwiegend patriarchalisch-zivilisatorischen sich selbst erhaltende / sicherstellende Machtsystemen.

Muss es immer ein Krieg sein?

Die entstehende neue Ordnung ist nicht als bottom-up Ergebnis aus Gesellschaftsverträgen, volonté géneral oder Verfassungen des zwischenmenschlichen Konsenses der Untertanen zu verstehen, sondern als Triple-down Ereignis der Zwangsgewalt des Staates (coercive power):

Macht → Abgaben → Geld → Wirtschaften mit Geld (und Zins und Preis), das gemäß Paul C. Martin ein Kriegskind ist und nichts anderes & das Problem ist ja nicht die Erringung der Macht, sondern ihre Beibehaltung, was automatisch Expansion bedeutet.

Die neue Ordnung wird zentralinstanzlich durch die Waffe erzwungen und mithilfe der Worte charismatischer Führer und ihrer Entourage in die Zukunft getragen.

Dieser den Untertanen auferlegte Zwang zur Abgabeneinheit zwecks notwendiger Besicherung der wegen des nichtlösbaren Vorher-Nachher-Problems nichttilgbaren Erstverschuldung kann einerseits gedeutet werden als das zivilisatorische Urverbrechen – im Sinne Baudrillards als Perfektes-Verbrechen – oder andererseits jenseits der Dunbar Zahl als evolutionäre Notwendigkeit zur Sicherstellung der Tilgung der menschlichen Subsistenzen.

Die bisherige Darstellung des Debitismus als zwingend notwendig erfolgreich sein müssende Nachschuldnersuche zwecks Aufrechterhaltung des debitistischen Kettenbriefs ist noch viel zu sehr im Aktivum des Dinglichen verhaftet.

Mein obiger Teilsatz von der nichttilgbaren Erstverschuldung, der äquivalent zur Erstfinanzierung, die refinanzierbar bleiben muss, führt zukünftig dazu, den gesamten Phasenraum, dessen Energien über die Zeit allesamt vom Schuldgeldsystem abhängig sind, und nicht von aktivistischen äußeren Einflüssen mittels der hermetischen Sprache zu analysieren und darzustellen.

Gilt es zu akzeptieren, dass uns nicht nur die umfangreichen sprachlich-spektakulären Verirrungen, die der aristotelisch-parmenideischen Ansatz, der bis in die Gegenwart die kausalen, deterministischen und rationalen Zeichen- und Sprachsysteme zwecks Darstellung der beobachtbaren und wahrnehmbaren Wirklichkeit beherrscht, sondern vor allem die Hermetik als Passivum schlussendlich jeden Glauben an den verursachten und damit änderbaren Weltenlauf entreißt?

Hallo Bernd: Der reset ist Teil des Codes und der Sog-Kraft des Systems selbst!

Ashitaka - Alles zu seiner Zeit?! https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=635025

Gruß - Ostfriese


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