Sorry, Du hast das in den "falschen Hals" gekommen ;-)
Hallo Andudu,
das ist schon okay, sich "irgendeine" Balkonanlage mit 500,- € Förderung zu kaufen, man kann da relativ wenig falsch machen.
Ich bin auch kein Feind von Batteriespeicher und Solartechnik, eher das Gegenteil
Es lesen hier halt auch sehr viele Leute von "Außerhalb" mit, daher bin ich für konservative "Prognosen", wenn sich jemand "einen Nutzen" von etwas verspricht.
Deine "über den Daumen Rechnung", dass eine 600W Anlage knappe 900 kWh Jahresertrag bringen könnte, war mir "zuviel des Guten"! Es sind bei 90% der Fälle höchstens 450 kWh Jahresertrag.
Deine Sorge, "im Dunkeln" zu stehen, bei rotierenden Lastabschaltungen oder einem völligen Blackout, kann ich verstehen. Ebenso, dass die inflationären Strom- & Heizkosten eine möglichst große Solaranlage mit Batteriespeicher erforderlich machen um autark zu sein.
Tatsächlich lässt sich mit der richtigen Geräteauswahl eine private Stromversorgung herstellen, welche weit über eine Notstromversorgung hinaus geht und dennoch eine Amortisationszeit von unter 10 Jahren hat.
Meine Kritik an teueren "Hochvoltspeichern" mag daher rühren, da äußerst zuverlässige Technik im 48V Bereich zur Verfügung steht, welche nur 50% der Anschaffungskosten erzeugt.
Es ist also problemlos möglich für Privathaushalte oder auch mittelständige Firmen eine sogenannte Ersatzstromversorgung im Gebäude zu installieren, welche zwar eine hohe Erstinvestition bedeutet, trotzdem aber nach 8-10 Jahren pari fährt. Voraussetzung hierbei ist jedoch, dass genügend Dach- oder Wandflächen zur Verfügung stehen, um so ein Projekt zu realisieren.
In Sachen Batteriespeicher gibt es klare Einschätzungen, dass man nur im seltensten Fall über 180 Vollzyklen pro Jahr kommt. Macht man bei einem 10kWh Speicher von dem nur 8,5 kWh nutzbar sind, eine vorsichtige Rechnung auf, kommt man im besten Fall auf 1530 kWh jährliche Speichernutzung, wenn die Solarfläche und das Lastprofil diesen Glücksfall überhaupt hergeben.
Es wären also bei 1530 kWh Jahresglücksfall gerade mal 612,- € die ein Speicher bei 40 Cent Stromkosten "erwirtschaften" würde. Ehrlicherweise müsste man die 8 Cent entgangene Einspeisevergüten noch gegenrechnen, schwupps liegen wir nur noch bei 490,- €
Hat der 10 kWh Speicher nun wirklich 8000,- € gekostet, liegen wir bei rund 17 Jahren wo das gute Stück arbeiten müsste um sich zu amortisieren. Das ist schon sportlich, ob der nach 17 Jahren überhaupt noch lebt...!
Natürlich hat man - sofern getestet - bei Stromausfall eine gewisse (Not-)Möglichkeit auch bei kleinen Anlagen, ein paar Lampen brennen zu lassen, oder sich ein Süppchen zu kochen. Auch die Heizungssteuerung kann man einige Stunden damit am Leben halten, sofern Öl vorhanden oder aus dem Gasanschluss noch was rauskommt.
Ich selbst habe das Thema Stromversorgung sehr ernst genommen und bei meinem Projekt viel Wert auf Redundanz und Sektorenkopplung gelegt. Der selbst erzeugte und gespeicherte Strom kann völlig unabhängig vom Netzversorger für Licht, Wärme und Mobilität eingesetzt werden.
Dabei habe ich die Rentabilität nicht aus den Augen verloren, in meinem Fall sind es weniger als 8 Jahre Amortisationszeit. Wir reden jetzt aber von Ersatzstrom und nicht mehr von Notstrom!
Um ehrlich zu sein, stecke ich "halstief" in Planungs- und Umsetzungsfragen bei "Solarhungrigen", welche auf Eigenstromproduktion umstellen! Ich mache das sozusagen professionell
Vor einem Jahr habe ich hier im Forum mal einen kleinen Bericht geliefert, wie so eine Ersatzstromversorung aussehen kann. Im April werde ich hier im Forum einen Wirtschaftlichkeitsberich liefern mit Bildern und einigen interessanten Statisiken.
https://dasgelbeforum.net/index.php?mode=thread&id=594451
Viele aus diesem Thread genannten Gesetzes- und sonstige Rahmenbedingungen, entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand seit 1. Jan. 2023. Ich werde das in Kürze neu schreiben/anpassen.
Grüsse Zorro
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