Solar (bzw. Photovoltaik) kann sich schon lohnen...
...ich habe auch eine 6kWp-Anlage auf dem Dach und bin angesichts steigender Strompreise froh darüber.
Der eigentlich Grund war aber der, unabhängiger vom Stromnetz zu sein und das Geld einigermaßen inflationssicher zu investieren, bevor es nichts mehr wert ist.
Wir haben mit 6kWh-Speicher gekauft (würde ich heute höher ansetzen) und können darüber rund 2/3 unseres Haushaltbedarfs (4 Personen, kein Elektroauto) decken + bekommen noch einen kleinen Einspeisebonus (8ct/kWh). So über den Daumen gepeilt, würde ich sagen, bei den aktuellen Strompreisen rechnet sich das in 15-25 Jahren, hängt natürlich von vielen Faktoren ab, u.a. auch, wie lange Anlage und Wechselrichter durchhalten. Der Speicher war bei uns das Teuerste (aber ohne erreicht man nicht so einen hohen Selbstverbrauch), ich hoffe die gehen im Preis noch stark nach unten.
Balkonkraftwerke sind eine andere Kategorie, die hängst du normalerweise ja einfach an die Steckdose. Bisher war das immer mit Anmeldung und "intelligentem Stromzähler" verbunden, m.W. ist da gerade Bewegung drin, auch was die Bagatellgrenze von 600W angeht (gibt es wohl in einigen Ländern, keine Ahnung ob in Deutschland auch schon).
Bei 500 Euro Förderung lohnt sich das wahrscheinlich schnell, zumindest wenn man einen hohen Grundverbrauch hat (bei uns ca. 300 Watt) und/oder wenn man um die Mittagszeit zu Hause ist, um den Strom auch zu nutzen. Sagen wir eine 600W-Anlage liefert im Durchschnitt 6h am Tag 400W, also 2,4 kWh pro Tag, macht mal 365 = 876 kWh, bei einem Preis von 40ct pro kWh macht das 350,4 Euro pro Jahr, die du theoretisch sparen kannst. Hat die Anlage nur 600 Euro gekostet und du hast 500 Euro Zuschuss bekommen, kann die sich also im ersten Jahr schon rentieren! Sind natürlich Phantasiezahlen, vermutlich dauert es in der Praxis um einiges länger.
Wo ich allerdings meine Zweifel habe, ist, ob diese mobilen Minispeicher sich rechnen (die gerade in Mode sind), bevor der Akku hinüber ist, aber da fehlt mir die Erfahrung.