@andudu, bitte keine unrealistischen "Ertragsversprechen"!

Zorro, Samstag, 04.03.2023, 15:57 (vor 1094 Tagen) @ Andudu3631 Views
bearbeitet von Zorro, Samstag, 04.03.2023, 16:04

andudu
"...Sagen wir eine 600W-Anlage liefert im Durchschnitt 6h am Tag 400W, also 2,4 kWh pro Tag, macht mal 365 = 876 kWh"

Eine 0,6kWp Anlage = 600W macht unter der Voraussetzung, dass sie NICHT an ein Balkongeländer gehängt wird, sondern nach Süden ausgerichtet ist mit einem idealen Winkel von 30 Grad im Raum Hannover um die 580 kWh Jahresproduktion.

Im Zeitraum von September bis Februar produziert diese Anlage vielleicht mit viel Glück 150 kWh, der Rest der Produktion findet von März bis August statt.

Hängt man diese 600W Anlage vertikal an ein Balkongeländer, was nach Westen oder Osten ausgerichtet ist, bleiben als Jahresertrag vielleicht noch 350 kWh übrig!

Kommt hierbei auch noch durch Bäume oder Nachbarhäuser in der Winterzeit Schatten dazu, sinkt der Jahresertrag dieser Anlage auf lächerliche 200 kWh.

Du solltest bei deiner eigenen 6 kWp Anlage wissen (6000 Watt Solarmodul peek Leistung), dass Du froh sein kannst, wenn deine Anlage an schlechten Wintertagen ein einziges kWh produziert!

Damit kann man "vom Gegenwert des Stroms" einen Staubsauger genau 1 Stunde laufen lassen, dann ist Feierabend!

Diese Sache mit dem Batteriespeicher will gut durchdacht sein! Fällt die Amortisationszeit nicht in den Bereich von 10-12 Jahren, ist der Speicher hinüber. Der natürliche Alterungsprozess setzt hier Grenzen. Bei den Solarmodulen braucht man sich keine Sorgen machen, die Dinger halten schon 25 Jahre.
Beim Wechselrichter mag - je nach Beanspruchung - auch nach 10 - 15 Jahren ein Austausch fällig sein.

Aktuelle Hochvoltspeicher sind der größte Dummfug, womit Leute über den Tisch gezogen werden. Im Regelfall kostet 1 kWh Hochvoltspeicher 800 - 1000,-€. Hätte man einen 10 kWh Speicher, wäre fast eine 5-stellige Summe fällig. Damit schafft man selbst in 15 Jahren keine Amortisation.

Was die meisten nicht wissen, ist dass diese Speicher in Verbindung mit ihren Wechselrichtern auch noch eine sehr eingeschränkte Notstromfähigkeit besitzen. Da gibt es selbst bei Markenherstellern wie Fronius massive Garantieeinschränkungen und der klare Hinweis, dass man diese Geräte nicht im Dauerbetrieb als Insel laufen lassen kann.

In der Praxis taugen diese Geräte nur in Verbindung mit einem Netzanschluss, dass bei der geringsten Überforderung der Strom gleichzeitig parallel vom Netzbetreiber beigemischt werden kann. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, ist auch eine fette Unterbrechung der Stromversorgung bei einem Stromausfall gegeben, so dass Computer und sonstige empfindliche Anwendungen erstmal abstürzen.

Du kannst das gerne mal ausprobieren! ...Drückst mal den SLS raus und lässt deine Anlage als Insel laufen. Dann schalteste mal einen 2000W Wasserkocher ein und den Backofen.

Hast Du solche Tests schon gefahren?

Den Leuten wird ein Mist erzählt von den Solarteuren, dass glaubt ihr nicht!

Natürlich kann man, ala Olivia, mit Kurbelradio, Teelichtofen und Nordpol-Zelt im Wohnzimmer überleben. Aber wer will das schon!

Gruss Zorro

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