Guter @DT
Ich habe für meine Genossenschaftswohnung (damit man die überhaupt bekam, musste man seinerzeit einen Kotau vor der sozialistischen Stadtverwaltung machen) im Laufe von 50 Jahren so viel an Miete und BK ausgegeben, dass ich mir locker ein Haus im Umfeld der Stadt, und dazu noch einen Zweitwohnsitz am Land, bauen hätte können. Dazu kommen noch Kosten für Umrüstung vom Meller-Kohleherd (!) zuerst auf Ölherd, dann auf Gas-Etagenheizung, später auf Fernheizung, und die ganzen privat finanzierten Ausgaben für die Wärmedämmung (ohne die die Neubauwohnung anfangs gar nicht zu beziehen gewesen wäre, mein Sohn war jahrelang krank). Mann, allein über das Kapitel könnte ich ein Buch schreiben...
Alle diese Ausgaben waren und sind AUSNAHMSLOS FÜR DIE KATZ, sobald ich die Wohnung nicht mehr benutze. Du kriegst in Österreich von niemandem eine Ablöse (das wurde per Gesetz längst verboten), und verkaufen kann ich auch nichts. Es gibt auch nichts zu verschenken oder zu vererben; wenn ich und meine Gattin tot sind, ist die Wohnung binnen einem Monat zu räumen. Wäre es wenigstens eine Eigentumswohnung, stünde man besser da.
Dazu kommt ja, dass ein Häuslbauer in Österreich nicht nur Förderungen aller Art bekam, sondern auch jede Menge Darlehen und Sonstiges von der Lohnsteuer abschreiben konnte, was dem Bezieher einer Mietwohnung nicht möglich war.
Ich hab übrigens vergessen zu erwähnen, dass man in den 70er einen Bausparkredit zu dermassen günstigen Konditionen in Österreich bekam, dass die Zinsen, die man bei den Spareinlagen bei Banken bekam, (zumindest in der Inflations-Ära nach 1973) höher waren als die Kreditzinsen bei der BSPS.