Russischer Analyst: „Der dritte Weltkrieg läuft bereits“
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An der Sanktionsfront haben präventive Maßnahmen die Strafmaßnahmen ersetzt; als Ziel wird ausdrücklich die Zerstörung der russischen Wirtschaft proklamiert. Laut dem russischen Finanzminister Anton Siluanow „ist der Westen seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber Russland nicht nachgekommen, hat unsere Devisenreserven eingefroren und versucht mit allen Mitteln, den Außenhandel und die Warenausfuhr zu stoppen, was dem Welthandel schadet.“
Und das ist noch milde ausgedrückt: Unabhängige Beobachter glauben, dass sie versuchen, Russland Geld, das es im Westen angelegt hat, zu stehlen und „abzupressen“. Dort wurde übrigens bereits eine offene Jagdsaison auf das Vermögen der so genannten russischen Oligarchen eröffnet. Der Grundsatz der Unverletzlichkeit des Privateigentums, der seit jeher als Grundlage des Lebens in demokratischen und rechtsstaatlichen Gesellschaften gilt, wird vor aller Augen mit Füßen getreten.
Gleichzeitig wurden die Normen der zwischenstaatlichen Kommunikation, die früher auch unantastbar schienen, mit Füßen getreten. Washington verhängte zusammen mit seinen „Freunden und Partnern“ direkte persönliche Sanktionen gegen die russische Führungsspitze.
https://www.anti-spiegel.ru/2022/russischer-analyst-der-dritte-weltkrieg-laeuft-bereits/
Eine interessante Anmerkung zur Realistik einer Flugverbotszone des Westens gegen Russland.
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Und kurz vor Selenskys Rede erklärte Julian Smith, US-Botschafterin bei der NATO, bei einer Pressekonferenz, dass die von Kiew angestrebte Flugverbotszone auch aus rein militärischer Sicht keinen Sinn mache. Wie sie behauptete, wurde der jüngste vernichtende Angriff auf das Testgelände in Jaworiw „in der Westukraine, etwa 15 km von der polnischen Grenze entfernt“, nach Angaben der USA „von einem russischen Bomber im russischen Luftraum“ ausgeführt. Ich selbst habe bei der Informationsveranstaltung zum ersten Mal davon gehört
Das bedeutet, russische Bomber sind offensichtlich in der Lage, am westlichsten Zipfel der Ukraine erfolgreiche Bombenmissionen auszuführen ohne ganz im Osten Russland auch nur zu verlassen.
1938, als das Deutsche Reich den bedrängten Sudeten-Deutschen zu Hilfe kam, ähnlich wie es Russland jetzt bei den Russen in den zwei Republiken zwischen der Ukraine und Russland tut, war alles bereits am Rand des Krieges. Der konnte aber um ein Jahr noch mal verschoben werden.
Ich vermute, die Krise 1938 fand für die meisten im Deutschen Reich nur als Schlagzeilen Gewitter in den Medien statt und hatte keine Konsequenz in den täglichen Leben (Nudeln, Öl und Mehl noch im Regal), auch die heiße Phase mit tatsächlichen Kriegshandlungen ab September 1939 wurde tatsächlich lediglich von den Familien der wenigen Berufssoldaten und den Familien der 18-20 jährigen Wehrpflichtigen bemerkt.
Wenn also die nukleare Karte nicht gezogen wird, könnte der Westen den bereits begonnenen WK3 weiter eskalieren ohne dass wir hier großartige Beeinträchtigungen erfahren, oder?