Ein paar Bemerkungen zu Deinem Beitrag

helmut-1, Siebenbürgen, Freitag, 19.02.2021, 06:05 (vor 1778 Tagen) @ DT4466 Views

Prinzipiell ist das alles richtig, was Du sagst. Es ist gut, wenn man im sinnvollen Stil eine Vorsorge trifft, - für den Fall der Fälle.

Das beginnt aber bereits beim Energiekonzept des Hauses. Ich bereite mich langsam auf die Totalrenovierung sowie den Ausbau vor. Auch, wenn das erst in 2 - 3 Jahren ablaufen wird, so ist für mich eines bereits jetzt klar: Es wird eine Energie- und Wärmeversorgung vorgesehen, die in eine halbwegs autarke Richtung geht, sofern das möglich ist.

Das bedeutet:
Wasser - über eigenen Tiefbrunnen. Kostet etwas, ich muss ca. 100 m runterbohren, um auf die 2. Ebene mit reinem Wasser zu kommen.
Strom: Auf jeden Fall Photovoltaik, zumindest als Zusatzmaßnahme
Heizung: Der Kessel wird ein Kombiprodukt sein. Also wahlweise mit festen Brennstoffen und (zuschaltbar) mit Gas zu beheizen. Die Frage der Effektivität ist noch nicht geklärt, ob man den Sommer über für Warmwasser Solarkollektoren verwendet. Die anderen Möglichkeiten, also Erdwärme oder die Wärme aus der Luft zu nutzen, bringen nicht den gewünschten Nutzeffekt, wie ich bei Nachbarn festgestellt habe.

Auf dem neuen Betriebsgelände meines Sohnes, da das sehr groß ist, wird ein 10 m³ Flüssiggastank angebracht. Ist langfristig billiger im Verbrauch, zumal in RO das Gas "verschnitten" wird. Flüssiggas ist aber permanent von gleichbleibender Qualität und energiereich. Wenn die starken Verbrauchsmonate im Winter sind, dann wird das zugekaufte Gas aus der Ukraine, das kw-mäßig ärmer ist, mit dem energiereichen Gas aus RO dem Stadtgas in unterschiedlicher Form gemischt. So, wie es eben den Gaslieferanten zum Vorteil gereicht. EON (wie könnte es anders sein) weigert sich, KW-Messungen als Abrechnungsgrundlage anzusetzen, man rechnet hier über Volumen ab.

Mit so einem Konzept ist man in vielen Bereichen zumindest flexibler, vor allem unabhängiger. Klar kostet das einige Tausender mehr bei der Renovierung, aber auf meine und die Generation meines Sohnes bezogen, rechnet sich das. Zumindest steht man dann auch besser da, wenns mal wirklich zum Blackout kommt.

Noch ein Wort zum letzten Video des Praktikers:

Es ist gut gemeint, was der Mann da sagt, aber auf Hausfrauenniveau. Immer unter der Voraussetzung, dass ich da nichts überhört/überlesen habe, fehlt mir generell der Hinweis auf das Außenventil im Boden. Wenn man das nicht wenigstens zweimal im Jahr auf- und zumacht, dann gibts oft böse Überraschungen. Wir erleben das immer wieder. Das Ding ist dann (weil in Bodennähe und im feuchten Medium befindlich) meistens so eingerostet, das es bei stärkerer Handhabung, um es bewegen zu können, oftmals abbricht.

Das trifft auch dann zu, wenn es sich im Außenbereich in einem Schacht befindet, wo auch die Wasseruhr angebracht ist. Aus diesem Grunde habe ich bei unserer Hausinstallation dafür gesorgt, dass unmittelbar nach dem Eintritt der Hauptleitung ins Haus im Keller ein Zentralventil mit Entleerung angebracht wurde, um im Bedarfsfall nicht nur die Wasserzufuhr abstellen zu können, sondern auch das ganze System entleerbar zu machen.

Was der Mann als Angehöriger der Feuerwehr auch nicht gesagt hat, das ist der Feuerschutz. Da ich aus leidvoller Erfahrung weiß, was Sache ist (ich hatte 3 x Feuer aufgrund von Brandstiftung), befindet sich an einer in jedem Falle zugänglichen und frostsicheren Stelle im Eingangsbereich des Hauses ein Ventil, das direkt an die Hauptleitung angeschlossen ist, um den vollen Druck zu haben. Neben diesem Ventil hängt griffbereit ein genügend langer und ausreichend dimensionierter Schlauch. Es gibt eine Grundregel: Das, was man bis zum Eintreffen der Feuerwehr nicht selbst gelöscht hat, kann man nie mehr einholen. Das ist auf jeden Fall verloren, und der Rest wird dann durch das Löschwasser kaputt gemacht.

Abschließend noch zu Deiner Bemerkung, warum die Mädels nicht den Haupthahn abdrehen, damit das Wasser nicht mehr von oben herunterkommt. Ein berechtigter Einwand. Aber nicht für diese Art der Weiblichkeit. Schau Dir doch einmal die Gesichter und das, was daraus hervorgeht, genauer an. Die schaffen es vielleicht noch gerade, Eier mit Speck zu brutzeln, evtl. kann man die als "handwarmen Muff" verwenden, - aber zu mehr nicht. (Ja, meine Damen, das ist ein böser Ausspruch, aber meine Frau würde sofort zum Haupthahn gehen, die weiß nämlich, wo der ist).


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