Es gibt keine "Generalregel"
Man muss das immer im Einzelfall prüfen und entscheiden. Vor allem viel mit dem Patienten vorher reden. Klar ist, dass hier ein gerütteltes Maß an Verantwortung mit dabei ist.
Ich hatte - aus familiären Gründen stand nur ich zur Verfügung - das zweimal mitgemacht. Einmal beim Schwiegervater aus der 1. Ehe und bei meiner Schwiegermutter aus der 2. Ehe.
Beide habe ich in den letzten Tagen bis ans Ende begleitet. Beim Schwiegervater hatte ich nach dem Herzstillstand (bei dem ich anwesend war) die Reanimierung abgelehnt, weil er mich vorher darum gebeten hatte. Er wollte einfach nicht mehr, und das musste ich akzeptieren.
Bei meiner Schwiegermutter war zu einem gewissen Zeitpunkt das Ende absehbar, - als ich merkte, dass sie durch Bewegungen im Gesicht noch begrenzt aufnahmefähig war (sprechen konnte sie nicht mehr), hielt ich ihr das Telefon ans Ohr, und sie vernahm die Stimmen der Töchter und des Enkels. Ein paar Stunden später war es vorbei, - aber sie ging von der einen auf die andere Welt, indem ich ihre Hand hielt und meine andere Hand lag auf ihrer Stirn.
So würde ich mir das auch wünschen.