Leerverkäufe

Talleyrand ⌂, Dienstag, 17.03.2020, 12:03 (vor 2155 Tagen) @ Linder1342 Views

Um sich als Produzent gegen einen Verdienstausfall abzusichern, braucht es keine Leerverkäufe, sondern lediglich Versicherungen.
Nur Spekulanten, die als überflüssige Zwischenhändler agieren, mit dem eigentlichen Geschehen (Rohstoffhandel, etc.) aber gar nichts zu tun haben, benötigen Leerverkäufe.

Es handelt sich dabei um eine ähnliche Schweinerei wie mit CumCum- und CumEx-geschäften.

Du trittst hier als der große Checker auf, anscheinend auch für den Börsenhandel.

Sicher weißt Du dann auch, daß Leerverkäufe seit Jahrhunderten üblich sind, etwa im japanischen Reismarkt. Natürlich dienen sie dazu, auf effiziente Weise die Unsicherheit für den Produzenten vom Markt zu nehmen. Versicherungen wären viel teurer.

Und sicher ist Dir auch bekannt, daß Leerverkäufer die Liquidität im Markt erhöhen, und damit die Spreads verkleinern und den Markt effizienter machen.

Das Argument, Leerverkäufer sind böse, weil sie auf fallende Kurse setzen, ist in etwa auf dem intellektuellen Niveau von Argumenten, die Kritik an der Regierung als Nestbeschmutzung ablehnen.

Aus welchem Grund gehen Leute, die long oder short gehen können, short? Aufgrund ihres destruktiven Charakters oder weil die Kurse momentan ihrer Ansicht nach überteuert sind.

Kann sich jeder überlegen, was die intelligentere Antwort ist.

Gruß
T

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https://talleyrandssudelbuch.art.blog


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