Fragen an Libertarians und Marktradikale

Tempranillo, Montag, 16.03.2020, 13:43 (vor 2159 Tagen) @ Tempranillo1074 Views

Félix Niesche: Macronovirus
Selbst wenn die Regierung beste Absichten hätte (was absolut nicht der Fall ist), wäre die Staatsmacht nicht in der Lage, Ihnen zu helfen. Die großen schützenden Zufluchtstellen, Krankenhäuser, Hospize und großen Infektions-Stationen sind an Spekulanten, Banken, Versicherungen und Big Pharma verkauft worden.

Bruno Guigue: Covid 19, Bankrott eines Systems

Denn eines ist sicher: Nichts wird je wieder so sein wie früher, und das aus gutem Grund: Die Volksrepublik hat die Epidemie in zwei Monaten eindeutig besiegt. Schwarzseher werden sagen, dass dies nicht wahr ist, dass die Zahlen gefälscht sind, dass die Epidemie zurückkommen kann. Doch internationale Experten sagen das Gegenteil, und die Fakten sprechen für sich. Die tägliche Zahl der Neuinfektionen ist im Rest der Welt inzwischen 50 Mal höher als in der Volksrepublik China. Von den 80.000 Fällen, die seit Januar in diesem Land registriert wurden, sind bereits 70.000 Patienten geheilt worden. Die Reisebeschränkungen werden nach und nach aufgehoben und die Wirtschaftstätigkeit nimmt wieder zu.

Heute werden wir zugeben müssen, dass unser System nicht funktioniert, während der chinesische Sozialismus seine Überlegenheit wieder einmal unter Beweis gestellt hat. Denn um eine solche Bedrohung zu bekämpfen, brauchen wir immer noch einen Staat. Aber wo ist unsere? Ist die öffentliche Gesundheit ihre Priorität? Würde sie in der Lage sein, neue Krankenhäuser zu bauen, während sie immer noch versucht, die bestehenden zu zerstören?

Wären wir in einem Land, in dem das öffentliche Eigentum rückläufig ist, in dem öffentliche Dienstleistungen privatisiert und abgebaut wurden, in dem der Staat freiwillig von Finanzkreisen als Geisel gehalten wird, in der Lage, 10% dessen zu tun, was die Chinesen getan haben? Es stimmt, dass in Peking die neoliberalen Regeln nicht angewendet werden, die Banken der Regierung gehorchen, das öffentliche Eigentum 50 % des nationalen Reichtums ausmacht, der Staat die Verpflichtung hat, Ergebnisse zu erzielen, er von 800 Millionen Internetnutzern nach seiner Fähigkeit beurteilt wird, Probleme zu lösen, er weiß, dass er für das nationale Interesse verantwortlich ist, dass sein Mandat nur erneuert wird, wenn er sich in der Praxis und nicht in Worten beweist. Totalitäre Diktatur, dieses System?

Die Feinde des Sozialen, das sie als Sozialistisch denunzieren, Freunde der radikalen Marktwirtschaft, Befürworter der totalen Privatisierung und des möglichst breiten Abbaus alles Staatlichen bekommen anhand der Corona-Krise die Folgen dessen vorgeführt, wofür sie jahrelang Propaganda gemacht haben.

Ich denke insbesondere an Walter Eichelburg, aber auch Dr. Jürgen Fritz, Dr. Krall und Hadmut Danisch. Auch der eine oder andere ForenschreiberIn fiele mir ein, ich nenne aber keine Namen, um die Diskussion nicht wieder ad hominem entgleisen zu lassen.

An alle, das sind nicht einmal so wenige, die sich von mir angesprochen fühlen könnten, richte ich folgende Fragen:

1. Findet Ihr es gut, wie Merkel im Geist der angloamerikanischen Marktliberalismus die Coronakrise händlt und Prinzipien folgt, die von Euch, Feinden der Sozn, Kommunisten und Freunden des privatisierenden Libertarianismus, hochgeschätzt werden?

Falls Ihr das toll findet, könnt Ihr jetzt aufhören, weiterzulesen. Wer von den Maßnahmen Muttis und ihrer Regierung weniger begeistert ist, könnte vielleicht beantworten, wie es seiner Meinung nach weitergehen soll:

2. Wie bisher, dem Kurs von Globalismus, Liberalismus und Marktradikalität, oder

3. Eine Rückkehr zu mehr Staatlichkeit, Souveränität und sozialer Sicherung anzustreben wäre?

Beides hat Folgen!

Ziff. 2. führt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit neben Massenimmigration auch zu Massensterben, ob durch die Coronaseuche oder anderes, sei einmal dahingestellt.

Ziff. 3. zu befürworten, hieße, Abschiednehmen von einer jahrelang gehegten Ideologie und die wichtigsten Inhalte der Anglopropaganda auf den Müll zu werfen und dafür eine wenn auch kleine Chance erhalten, das eigene Überleben oder das seiner Angehörigen zu sichern.

Tempranillo

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*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).


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