Dottores Satz: "Die Welt läuft viel simpler ab als manche glauben. Bei der Macht …
Hallo Manuel H.
... erkenne ich keine aggressiven Handlungen Russlands zur Erweiterung seines Territoriums.
Die aus debitistischen Gründen wachsenden Verschuldungssummen ('Problematik der Vorfinanzierung', 'Vorher-Nachher-Problem', 'Loch in der Mitte') erzwingen eine Erweiterung der Haftungsräume – @Alexander erkannte in 'bto' sehr richtig: "Haftung ist das Maß der Dinge." Die Haftungsräume wurden in früheren Zeiten gemäß dem Debitismus unvermeidlich nach außen erweitert – nach innen geht es nicht so leicht, weil die Räume fast vollständig besetzt sind.
Ich hatte vor längerer Zeit ausgeführt, dass die Haftungsräume der deutschen Kleinstaaten mit den vielen Währungen im 19.Jh. zu einem Gesamthaftungsraum des Deutschen Reiches mit der Reichsmark fusionierten. Caesar hat mit der Suche nach dem keltischen Gold und der Eroberung Galliens den Haftungsraum für seine Verschuldung expansiv zu einem Imperium erweitert – die Annahme, dass es um die Verbreitung der kulturellen 'Werte' der römischen Zivilisation ging, ist eine reine Simulation. Alexander der Große war ebenfalls wegen der Vorfinanzierungsproblematik seines Reiches und des 'Vorher-Nachher-Problems' gezwungen, mittels Kriege die räumliche Expansion voranzutreiben – er suchte das persische Silber. Es geht immer darum, durch den Gewinn von Zeit das auf Implosion ausgerichtete Schuldgeldsystem hinauszuschieben. In diesem Sinne ist im Hinblick auf die debitistischen Zwänge in der Finanzkrise 2007/2008 von den Staaten und ihren Zentralbanken auch alles richtig gemacht worden, und in der jetzigen Situation gelten @Ashitakas Ausführungen:
Wer nur das Übel in den Schuldenlasten sieht und glaubt, er müsse die Vermögensseiten zum Schutze des deutschen Steuerzahlers einfach davon trennen (Südländer pfui, DE muss alleine weitermachen!), wer daran glaubt, dass sich unsere Vermögenssummen durch Haltmachungen vor Weiterverschuldung und Haftungsübernahmen (Ablehnungen von EU-Anleihen und Querverhaftungen) aufrecht erhalten ließen, hat keine systematische Vorstellung davon, welchen systemdurchgreifenden Einfluss auch nur leicht sinkende real- und finanzwirtschaftliche Vermögenswerte mittelfristig auf die alles tragenden Wiederbeleihungen und Querverhaftungen haben, welche unlösbaren Nachbesicherungspflichten auch auf den deutschen Kreditnehmer in Windeseile zukommen würden und wie schnell die debitistischen Fundamente der Wirtschaft zerstört würden.
Quelle: https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=529632
Zu vergessen ist natürlich nicht der Anschluss der DDR durch die BRD.
Die Zentralmachtsysteme stehen wegen der debitistischen Logik – völlig unabhängig von den konkreten politischen Mandatsträgern – unter dem ständigen expansiven Druck, ihr Potenzial zu erweitern und zu besichern – in @Phoenix5 Worten: "Und über allem schwebt der Debitismus, der seine Zyklen abspult, egal welche Tricks die Politik anwendet."
Quelle (mehr als 10000 Leser): https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=398220
… entscheidet nicht die Ausübung derselben, sondern deren Beibehaltung. Dies bedeutet automatisch Expansion." findet eben seine debitistische Begründung in: Der 'Problematik der Vorfinanzierung', des ‘Vorher-Nachher-Problems’ und des 'Lochs in der Mitte'.
Dottore erkennt in seinem Beitrag aus der Mitte der Nullerjahre schon vorausschauend die Installation eines inneren Überwachungsstaates als Möglichkeit der debitistischen Expansion.
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=326743
Gruß – Ostfriese