Im Text steht es aber anders drin.

Mephistopheles, Donnerstag, 17.03.2022, 15:15 (vor 1424 Tagen) @ Weiner2054 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Donnerstag, 17.03.2022, 15:18

Warum will der Bauer denn zum Gesetz gehen? Warum wartet er überhaupt so lang - was erwartet er denn?

Man kann den Roman zu Rate ziehen, in den die Türhüter-Erzählung eingebettet ist. Dann wird erkennbar, dass das Gericht den Bauern nicht geladen hat, er kommt freiwillig. Das Gericht steht ihm zur Verfügung, aber es entlässt ihn auch wieder, wenn er es will.

Der Gefängniskaplan, der im Roman diese Geschichte dem Josef K. erzählt, warnt ihn: Denke weniger an uns (das System!), denke mehr an Dich!

https://de.wikipedia.org/wiki/Vor_dem_Gesetz

Im Text steht, das das Gesetz nur für den Mann da ist. Das bestätigt der Türhüter auch am Ende, indem er dem Manne sagt, dieser Eingang sei nur für ihn bestimmt gewesen. Wenn der Mann ohne das Gesetz existieren könnte, wieso wäre dann vom Gesetz mit einem Eingang nur für ihn vorgesorgt worden?

Gruß Mephistopheles


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung