Danke. Laut dem Artikel ist es gesichert, dass es schon seit einigen 100.000 Jahren nicht nur Lagerfeuer gibt, sondern auch das Braten (wg. dort gefundener Tierknochen mit Hitzespuren)

BerndBorchert, Dienstag, 07.12.2021, 18:32 (vor 1509 Tagen) @ Rain1800 Views
bearbeitet von BerndBorchert, Dienstag, 07.12.2021, 18:45

Bestimmt war es wieder eine Kette von Zufällen, die schließlich dazu führte, dass vor einigen Hunderttausend Jahren das Kochen erfunden wurde. Die Tiere, die bei einem Buschbrand umkamen, waren nicht nur ein »gefundenes Fressen«, sondern auch leichter zu kauen und bekömmlicher als rohes Fleisch. Auf keinen Fall war ihr Fleisch verdorben, wie es bei Aas häufig der Fall war. Gebratenes Fleisch war gutes Fleisch, und so wird sich allmählich auch unsere Vorliebe für gebratenes Fleisch entwickelt haben. Das Feuer tötete die Keime ab und machte das Fleisch haltbarer, so dass man es noch an den darauffolgenden Tagen essen konnte. Das Feuer erschloss unseren Vorfahren auch neue Nahrungsquellen, denn Blätter und Hülsenfrüchte, die roh ungenießbar sind, können im gekochten Zustand durchaus gegessen werden. Die Hitze zerstört zähe Pflanzenfasern und Giftstoffe. Der Gebrauch des Feuers eröffnete dem Menschen neue Freiheiten, allerdings begab er sich gleichzeitig in eine starke Abhängigkeit, die bis in unsere Zeit andauert.

aus https://www.evolution-mensch.de/Thema/Die_Bedeutung_von_Feuer_in_der_Evolution_des_Mens...

Der Selektionsdruck spielte sich also so ab: Diejenigen Menschen, die nicht gekocht oder gebraten haben, waren anfälliger für Keime und die Krankheiten, die rohes Fleisch mit sich bringen kann, während die anderen in der Lage waren, auch Fleisch und Pflanzen zu essen, welches ohne Kochen gar nicht oder nur in kleinen Mengen (Getreide, Reis, Amerika?: Mais, Kartoffeln ...) verdaulich war. Tod für die ersteren, Leben+Vermehrung bei den letzteren. Die Natur ist grausam, und nur durch den Tod und damit Kinderlosigkeit der weniger Angepassten verankert sich eine Eigenschaft genetisch (Darwin).

Ich denke, die genetische Verankerung der Tendenz zur "Hitzebehandlung des Essens" (aka kochen+braten) beim Menschen ist plausibel.

Bernd Borchert


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung