Konventionelle Navigation

Chris11, Mittwoch, 17.03.2021, 04:44 (vor 1752 Tagen) @ Olivia3915 Views

Hallo Olivia,

die Airforce 1 dient im Krisenfall als Hauptquartier des Präsidenten und kann mit Luftbetankung beliebig lange in der Luft bleiben. Damit auch bei Ausfall des GPS Satellitensystems das Trägheitsnavigationssystem (ein Kreiselkompasssystem heute oft mit Laser in Lichtwellenleitern realisiert) mit aktuellen Positionen versorgt wird, nutzt man wie zu den Anfangszeiten der Atlantiküberquerung eine Sternennavigation. Dazu hatten die Flieger einen Astrodome (Durchsichtige Kuppel nach oben) um mit Sextanten Winkelpositionen von Sternen zu messen. Benutzten die Apollo-Astronauten auch als Backup. Das ist jetzt nichts besonderes und jeder Navigator in den 50er Jahren musste das für Atlantiküberquerungen beherrschen. Aktuelle Jets haben mindestens zwei Trägheitsnavigationssysteme, und gelten damit als ausreichend ausfallsicher. Das funktioniert für einen 12 stündigen Flug mit einem Fehler meist unter einem km. Bleibt ein Flieger wie die Airforce 1 aber tagelang in der Luft, so sollte das System mit aktuellen Positionen versorgt werden.
Astronavigation ist dazu bestens geeignet. Du würdest Dich in so einem Fall auch nicht allein auf ein GPS Satellitensystem verlassen wollen, das vom Gegner durch gezielt erzeugte Trümmerwolken oder Laserwaffen außer Gefecht gesetzt werden kann. Also ich sehe da nichts beunruhigendes.


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