Gamma- Röntgen- und Radiowellen sind alles elektromagnetische Strahlung nur mit unterschiedlicher Energie pro Quant
Die direkte Energie einer Nuklearexplosion im Nahbereich (cm bis m) ist hochkonzentrierte Gamma und Röntgenstrahlung. Die beiden unterscheiden sich nur durch die Wellenlänge, die Energie ist h*Frequenz bzw. h/Wellenlänge und pro Quant sehr hoch. (Röntgenstrahlung <200KeV, Gammastrahlung >200keV bis viele MeV) https://de.wikipedia.org/wiki/Plancksches_Wirkungsquantum#
Radiowellen ist auch elektromagnetische Strahlung mit viel größerer Wellenlänge und entsprechend viel geringerer Energie pro Quant. Der direkte Energieanteil von Radiowellen (z.B. UKW) der Nuklearexplosion ist recht klein. Dagegen erzeugt der Strahlungsdruck der hochenergetischen Gamma und Röntgenstrahlung eine Ladungstrennung in der Atmosphäre. Elektronen werden transportiert/verschoben, den Atomen weitgehend entrissen. Erst dieser Vorgang erzeugt die Radiowellen des EMP. Wenn man so will ein Sekundäreffekt der hochkonzentrierten harten Gamma und Röntgenstrahlung.
Der Abstand eines Beobachters mit Überlebenschancen ist zu der Nuklearexplosion so groß (km Bereich), das die direkte Wirkung der Gamma- und Röntgenstrahlung wenig unmittelbare biologische Schäden verursacht. Zudem sorgt die Atmosphäre für etwas Abschirmung.