Mit Eratosthenes kann ich lediglich berechnen, dass ein Schiff, das ich nach Westen losschicke, irgendwann einmal im Osten ankommen muss.

Mephistopheles, Datschiburg, Freitag, 26.06.2020, 11:26 (vor 14 Tagen) @ DT339 Views

http://www.tiburski.de/cybernautenshop/virtuelle_schule/Strahlensatz/eratosthenes.htm

Keine der mir vorliegenden Quellen zeigt, ob Eratosthenes den Winkel Gamma nach einer Messung der Schattenlänge der Säule berechnet oder ob er den Winkel Alpha gemessen hat. Jedenfalls wusste er, dass der Mittelpunktswinkel Beta die gleiche Größe wie Gamma (Gamma und Beta sind Wechselwinkel an geschnittenen Parallelen, den Sonnenstrahlen) bzw. Alpha (Alpha und Beta sind Stufenwinkel an geschnittenenen Parallelen, den Sonnenstrahlen) haben musste.
Eratosthenes bestimmte also Alpha (oder Gamma) mit ca. 1/ 50 eines Vollwinkels. Beta musste deshalb ebenfalls 1/ 50 von 360° ausmachen. Also musste die Länge der 'Strecke' AS von Alexandria nach Syene ca. 50-mal in den gesuchten Erdumfang hineinpassen. Zur ungefähren Bestimmung des Erdumfangs fehlte Eratosthenes also nur noch diese Entfernung von Alexandria nach Syene.
Man liest, Eratosthenes solle einen Freund gebeten haben, diese Entfernung zu bestimmen. Die Messung ergab, dass Syene 5 000 Stadien (1 Stadion entsprach 157,5 m) von Alexandria entfernt war. Der Erdumfang musste also nach Eratosthenes 50 * 5 000 Stadien = 250 000 Stadien bzw. 50 * (5000 * 157,5 m) = 39 375 000 m = 39 375 km lang sein.
( Quelle: http://www.wernerpieper.de/schmath/erl_erat.htm)

[image]

Zu ungenau. Das muss schon mindestens sein, sonst funktionier tas nicht:

https://rechneronline.de/sehwinkel/sichtweite.php

Eratosthenes bewies damit lediglich, das er den Level wieder erreicht hatte, den die Äqypter mindestens 2000 Jahre vorher schon hatten. Genau so wie "WIR" im 19. Jh. mit den Eisenbahnen bewisen, dass "WIR" auf dem Level stehen, den die Römer 2000 Jahre vorher schon hatten. Ab diesem Moment konnten "WIR" Wasserleitungen bauen über mehr als 100km Entfernung. Das gesamte Mittelalter konnten "WIR" es nicht.

Aber unklar ist mir immer noch, wie die Römer das geschafft haben ohne Fernrohre. Das menschliche Auge ist nun einmal aus physiologischen Gründen nicht fähig, so genau zu sehen wie es bei solchen Bauwerken erforderlich wäre.

Mit dem menschlichen Augs könnte man allenfalls die Akropolis bauen*)

*) Ich meine die Schwingungen von wenigen cm auf 20, 30m. Was die Akopolis so lebendig macht. Das kann das menschliche Auge ohne technischen Hilfsmittel allenfalls noch leisten. Aber nicht wenige cm Abweichung bei mehren km langen Baulosen. Oder den Pyramiden. Das geht einfach nicht ohne technische Sehhilfen.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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