Wie wir lernen, unser Gefängnis zu lieben
Aldous Huxley, Brave New World, Vorwort zur Auflage des Jahres 1946:
„Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre ein solcher, in dem die allmächtige Verwaltung der politischen Bonzen und ihr Heer von Führern eine Bevölkerung von Sklaven kontrollieren würden, die nicht zu ihrer Knechtschaft gezwungen werden müssen, weil sie sie lieben.
Sie dazu zu bringen, sie zu lieben, ist die Aufgabe, die den heutigen totalitären Staaten, den Propagandaministerien, den Herausgebern von Zeitungen und den Lehrern übertragen wurde (…) Die grössten Propagandatriumphe wurden nicht dadurch vollbracht, dass etwas getan wurde, sondern dadurch, dass man auf etwas verzichtete, etwas zu tun. Wahrheit ist grossartig, aber in praktischer Hinsicht ist es noch grossartiger, sie zu verschweigen.“
Die Liebe zum Staatsgefängnis wird erreicht durch Demokratie und unserer Verantwortung vor der Geschichte, die uns verpflichtet, dafür zu sorgen, daß so etwas nie wieder geschieht.
In Huxleys Gefängnis werden zur Abwechslung, und damit sich die Gefangenen ein wenig abreagieren können, Hollywood-Filme gezeigt und CDs mit Elvis, Beatles und Stones gespielt.
Tempranillo
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*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).