Krieg der USA gegen Russland - von langer Hand geplant

Falkenauge, Montag, 21.11.2022, 09:06 (vor 11 Tagen)4562 Views

Die oberflächliche Glaubensvorgabe vom Krieg Russlands gegen die arme Ukraine, die uns von der „Schutzmacht“ USA durch ihre deutschen medialen Sprachrohre unaufhörlich einsuggeriert wird, weicht gleich einer etwas anderen Beurteilung, wenn man den Hintergründen der imperialistischen Geopolitik der USA etwas nachspürt. Sie liegt offen zutage und wird von den US-Eliten überhaupt nicht geheim gehalten. Und amerikanische alternative Medien legen den Finger auf die entscheidenden Nachweise.

I Die US-Denkfabrik Rand Corporation

Die amerikanische Webseite „Information Clearing House“ veröffentlichte am 11. Oktober einen Leitartikel 1, in dem zum Verständnis der gegenwärtigen Ereignisse in der Ukraine auf eine wichtige Studie der Rand Corporation2 hingewiesen wurde. Diese sei vor mehr als drei Jahren veröffentlicht worden und zeige unbestreitbar, dass der Krieg in der Ukraine in Wirklichkeit Teil der Konkretisierung einer von langer Hand geplanten größeren vorsätzlichen Kriegsführung gegen Russland sei. mit der die Vereinigten Staaten versuchten, Moskau zu zermürben und zu unterwerfen.

Was jetzt geschehe, sei zweifellos der Höhepunkt einer von den USA seit langem betriebenen Planung. Das verleihe dem aktuellen Konflikt in der Ukraine, der sich nun schon im achten (inzwischen neunten) Monat befindet, eine ganz andere Bedeutung. Es handele sich nicht um einen „unprovozierten“ Angriff auf die Ukraine und die „westlichen demokratischen Werte“ durch eine „russische Aggression“, wie es die westlichen Regierungen und Medien gerne darstellten. Der Konflikt sei durch politische Entscheidungen Washingtons und seiner NATO-Partner absichtlich entfacht, weiter angeheizt und nun noch verschärft worden.

„Die Rand Corporation ist eine der ältesten Denkfabriken in den USA und wurde 1948 gegründet. Einer ihrer Mitbegründer war der Luftwaffenkommandeur General Curtis LeMay, der 1945 die Brandbomben auf Tokio und den atomaren Holocaust in Hiroshima und Nagasaki geplant hatte. LeMay war ein fanatischer Kalter-Krieger, der sich Anfang der 1960er Jahre gegenüber Präsident John F. Kennedy für einen nuklearen Präventivschlag gegen die Sowjetunion aussprach.“
Das von ihm mitgegründete Unternehmen Rand wird nach Wikipedia zu 82% vom US-Verteidigungs-Ministerium und anderen staatlichen Stellen finanziert. Es kann also „in gewisser Weise als das öffentliche Sprachrohr des Pentagon und der CIA angesehen werden.“

Die Aktualität der oben genannten Studie mit dem Titel „Overextending and Unbalancing Russia“, die im April 2019 veröffentlicht worden sei, ergebe sich aus der Tatsache, dass sich die realen, aktuellen Ereignisse so entwickeln, wie es die amerikanischen Planer vorgesehen hätten.
„Die Rand-Autoren haben unter anderem folgende "kostenverursachende Optionen" (siehe unsere SCF-Grafik) gegen Russland vorgeschlagen:

– Bereitstellung tödlicher Militärhilfe für die Ukraine
– Mobilisierung der europäischen NATO-Mitglieder
– Die Verhängung strengerer Handels- und Wirtschaftssanktionen
– Steigerung der Energieproduktion der USA für den Export nach Europa
– Ausbau der europäischen Importinfrastruktur für die Versorgung mit US-Flüssigerdgas (LNG)

Der von den USA unterstützte Staatsstreich in Kiew im Februar 2014 war das Schlüsselereignis, das all diese nachfolgenden Planungen möglich machte. Das Regime, das an die Macht kam, war rabiat antirussisch und von neonazistischer Ideologie durchdrungen. Es war ein eifriges Werkzeug der amerikanischen und der NATO-Politik, um Russland zu provozieren und zu attackieren. Acht Jahre lang lehnte das Kiewer Regime Friedensverträge ab und führte mit voller Unterstützung der USA und der NATO einen völkermörderischen Krieg gegen die russischsprachige Bevölkerung in den selbsterklärten Donbass-Republiken. Diese Republiken haben sich nun zusammen mit zwei anderen ehemaligen ukrainischen Regionen der Russischen Föderation angeschlossen.“

Der Artikel weist weiter darauf hin, dass Russlands militärischer Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 durch eine unerbittliche, von der NATO unterstützte Aggression nicht nur gegen ethnische Russen in der Ukraine, sondern auch gegen Russland selbst ausgelöst worden ist. Der Krieg sei für Russland zu einer Notwendigkeit geworden, um seine nationalen Interessen zu verteidigen, ausgelöst durch einen Stellvertreterkrieg, der von den Vereinigten Staaten und ihren NATO-Verbündeten angezettelt worden sei.
Die Rand Corp-Studie mache überdeutlich, dass der sich anbahnende gefährliche Konflikt zwischen den Atommächten von Anfang an von den USA orchestriert wurde. Die Welt sei Zeuge einer grauenerregenden Situation, die quasi einem Dritten Weltkrieg gleichkomme, wie der Kolumnist Declan Hayes geschrieben habe.

„Auf grausame Weise liefern die USA und ihre NATO-Partner immer mehr tödliche Waffen in die Ukraine, die direkte Angriffe auf russisches Territorium ermöglichen. Unter der ruchlosen Vormundschaft Washingtons und Londons verschmäht das Kiewer Regime jegliche diplomatischen Bemühungen um eine politische Friedenslösung. Gut gemeinte Friedensvorschläge internationaler Persönlichkeiten wie des Unternehmers Elon Musk oder des Musikers und Pink-Floyd-Mitbegründers Roger Waters werden mit Spott und Morddrohungen beantwortet.
Es scheint eine Spirale des Wahnsinns zu geben, der die USA, die europäischen Eliten und das Kiewer Regime ausgeliefert sind.

Der Kreml hat gewarnt, dass er „alle notwendigen Mittel“ einsetzen wird, um sich zu verteidigen, wenn Russlands existenzielle Sicherheit auch durch „konventionelle Waffen“ bedroht ist. Die Dynamik, die hier herrscht, birgt die Gefahr eines katastrophalen Atomkriegs in sich, der die Kuba-Krise von 1962 in den Schatten stellt. Es muss betont werden, dass das gegenwärtige gefährliche Dilemma bewusst durch politische Entscheidungen der USA herbeigeführt wurde.“

Der Artikel erinnert daran, dass Zbigniew Brzezinski, der ehemalige US-Präsidentschaftsstratege Jimmy Carters (1977-1981), in seinem 1997 erschienenen Buch "The Grand Chessboard" („Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft“) die Ukraine als "Dreh- und Angelpunkt" für die hegemoniale Kontrolle über Eurasien und als Brückenkopf zur Destabilisierung Russlands angepriesen habe.3

Brzezinski sei auch der Architekt des "Afghanischen Schlamassels" gewesen, den die USA heimlich anzettelten, um die sowjetischen Truppen in einen zehnjährigen Krieg (1979-1989) hineinzuziehen. Dieser Krieg sei durch die massive Bewaffnung afghanischer Stellvertreter (aus denen sich später die Al-Qaida und andere islamistische Terrornetzwerke entwickelten) bewusst herbeigeführt worden, um der Sowjetunion "ihr Vietnam" zu bereiten. Die schwächenden Auswirkungen auf Moskau durch die "Afghanistan-Falle" sei wohl ein kausaler Faktor für den letztendlichen Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 gewesen.4

„Was derzeit in der Ukraine geschieht, weist untrügliche Parallelen auf. Wie die Rand Corp. bereits vorwegnahm, zielt der Konflikt darauf ab, ´Russland zu überfordern und aus dem Gleichgewicht zu bringen`. Es besteht kein Zweifel daran, dass der militärische, wirtschaftliche und politische Druck, der auf Moskau ausgeübt wird, zur Schwächung des russischen Staates, zum Zusammenbruch der Regierungsstrukturen, zum Regimewechsel und zur Zersplitterung des nationalen Territoriums in ungleiche Ministaaten führen wird, über die die USA eine hegemoniale Vorherrschaft ausüben können, um Russlands enorme Naturreichtümer auszubeuten. Der russische Präsident Wladimir Putin hat kürzlich darauf hingewiesen, dass dieses geopolitische Ziel, Russland zu besiegen, der Prüfstein unserer Zeit ist.“

Andere Quellen würden die Schlussfolgerung bestätigen, dass dieser Konflikt ein gewollter Krieg ist.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg habe wahrscheinlich unabsichtlich enthüllt - in einem Meinungsartikel für die Financial Times im vergangenen Monat - dass der von den USA geführte Militärblock die Ukraine seit 2014 mit Waffen versorgt, um die Spannungen mit Russland zu schüren.
Die NATO-Waffen, die in die Ukraine gepumpt werden, seien also keine Maßnahme zur "Verteidigung" (der Ukraine) gegen Russland. Die offensive Militärhilfe werde lediglich beschleunigt, nachdem die ehemalige Sowjetrepublik und Russlands unmittelbarer westlicher und historisch enger Nachbar jahrelang provokativ aufgerüstet habe.

„Letzten Monat hat ein anderer hochrangiger NATO-Befehlshaber, Admiral Rob Bauer, Vorsitzender des Militärausschusses des Blocks, dreist zugegeben, dass: ´Die Planung dafür [für den gegenwärtigen Krieg] begann vor Jahren, aber wir setzen sie jetzt um.`
Es ist daher unbestreitbar, dass Anklage erhoben werden kann und sollte. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten sind schuldig, einen vorsätzlichen Angriffskrieg gegen Russland zu führen, der seit langem geplant ist.“

Das sei nicht nur nach den Nürnberger Grundsätzen ein schweres Kriegsverbrechen. Es bringe auch die Existenz des gesamten Planeten in große Gefahr.
„Kann es etwas teuflisch Böseres geben?“
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II Weitere Belege für den Willen zur Zerschlagung Russlands

Die US-Website „The Unz Review“ brachte am 27.10.2022 weitere Belege für „Washingtons Plan, Russland zu zerschlagen“, so der Titel des Artikels. Dort heißt es:
„Tatsächlich sind viele westliche Eliten nicht nur der Meinung, dass Russland in kleinere geografische Einheiten aufgeteilt werden sollte, sondern dass das russische Volk ein solches Ergebnis begrüßen sollte. Die westlichen Führer in der Anglosphäre sind so sehr von Hybris und ihrem eigenen engstirnigen Anspruchsdenken zerfressen, dass sie ernsthaft glauben, die einfachen Russen würden es gerne sehen, wenn ihr Land in mundgerechte Staatlein aufgespalten würde, die der unersättlichen Ausbeutung durch westliche Ölgiganten, Bergbaukonzerne und natürlich das Pentagon offen stehen.

Der geopolitische Vordenker Washingtons, Zbigniew Brzezinski, brachte es in einem Artikel in Foreign Affairs auf den Punkt:
´In Anbetracht der Größe und Vielfalt (Russlands) würden ein dezentralisiertes politisches System und die freie Marktwirtschaft am ehesten das kreative Potenzial des russischen Volkes und Russlands enorme natürliche Ressourcen freisetzen. Ein locker konföderiertes Russland – bestehend aus einem europäischen Russland, einer sibirischen Republik und einer fernöstlichen Republik – würde es auch leichter haben, engere Wirtschaftsbeziehungen mit seinen Nachbarn zu pflegen. Jeder der konföderierten Staaten wäre in der Lage, sein lokales kreatives Potenzial zu nutzen, das jahrhundertelang durch Moskaus schwere bürokratische Hand unterdrückt wurde. Im Gegenzug wäre ein dezentralisiertes Russland weniger anfällig für eine imperiale Mobilisierung.`“

(Zbigniew Brzezinski, „A Geostrategy for Eurasia„, Foreign Affairs, 1997)

Der russische Präsident Putin durchschaue dies vollkommen:
„Das Ziel des Westens ist es, unser Land zu schwächen, zu spalten und schließlich zu zerstören. Sie sagen ganz offen, dass es, nachdem es ihnen 1991 gelungen ist, die Sowjetunion aufzulösen, nun an der Zeit ist, Russland in viele einzelne Regionen aufzuteilen, die einander an die Kehle gehen werden.“

Das „lose konföderierte Russland“, das Brzezinski sich vorstelle, wäre eine zahnlose, abhängige Nation, die ihre eigenen Grenzen oder ihre Souveränität nicht verteidigen könnte. Es wäre nicht in der Lage, mächtigere Länder daran zu hindern, in sein Land einzumarschieren, es zu besetzen und dort Militärbasen zu errichten. Es wäre auch nicht in der Lage, sein ungleiches Volk unter einem einzigen Banner zu vereinen oder eine positive „einheitliche“ Vision für die Zukunft des Landes zu verfolgen. Ein konföderales Russland, das in eine Vielzahl kleinerer Teile zersplittert ist, würde es den USA ermöglichen, ihre dominante Rolle in der Region aufrechtzuerhalten, ohne dass eine Herausforderung oder Einmischung drohe.

Und das scheine Brzezinskis eigentliches Ziel zu sein, wie er in dieser Passage seines Hauptwerks The Grand Chessboard darlege:
„Für Amerika ist Eurasien der wichtigste geopolitische Preis … und Amerikas globale Vormachtstellung hängt direkt davon ab, wie lange und wie effektiv seine Vorherrschaft auf dem eurasischen Kontinent aufrechterhalten wird.“
(„THE GRAND CHESSBOARD – American Primacy And It’s Geostrategic Imperatives„, Zbigniew Brzezinski, Seite 30, Basic Books, 1997)

„Brzezinski fasst die imperialen Ambitionen der USA kurz und bündig zusammen. Washington plant, seine Vormachtstellung in der wohlhabendsten und bevölkerungsreichsten Region der Welt, Eurasien, zu etablieren. Um dies zu erreichen, muss Russland dezimiert und aufgeteilt werden, seine Führer müssen gestürzt und ersetzt werden, und seine enormen Ressourcen müssen in den eisernen Griff globaler transnationaler Konzerne übergehen, die sie dazu nutzen werden, den Wohlstandsfluss von Ost nach West aufrechtzuerhalten. Mit anderen Worten: Moskau muss seine bescheidene Rolle in der neuen Ordnung als Amerikas De-facto-Gas- und Bergbauunternehmen akzeptieren.“

Eindeutig radikal habe sich Dick Cheney, der frühere Vize-Präsident unter Georg Bush jun., ausgedrückt:
„Cheney ‚wollte nicht nur die Sowjetunion und das russische Imperium zerschlagen sehen, sondern auch Russland selbst, damit es nie wieder eine Bedrohung für den Rest der Welt sein kann’… Der Westen muss das 1991 begonnene Projekt zu Ende bringen …. Solange das Moskauer Imperium jedoch nicht gestürzt ist, wird die Region – und die Welt – nicht sicher sein…“
(„Decolonize Russia„, The Atlantic)

Und der frühere Staatssekretär, stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz und militärische Stratege habe bereits vor zwei Jahrzehnten als Richtung vorgegeben:
„Unser erstes Ziel ist es, das Wiederauftauchen eines neuen Rivalen auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo zu verhindern, der eine Bedrohung in der Größenordnung der früheren Sowjetunion darstellt. Dies ist eine der wichtigsten Überlegungen, die der neuen regionalen Verteidigungsstrategie zugrunde liegen, und erfordert, dass wir uns bemühen, jede feindliche Macht daran zu hindern, eine Region zu beherrschen, deren Ressourcen unter einer konsolidierten Kontrolle ausreichen würden, um eine globale Macht zu erzeugen.“

Wie man sehen könne, habe sich die Politik nicht wesentlich geändert. Das außenpolitische Establishment der USA behaupte nach wie vor entschlossen das Recht Washingtons, Zentralasien zu dominieren und jeden Konkurrenten in der Region als nationale Sicherheitsbedrohung zu betrachten. Dies werde auch durch die Tatsache unterstrichen, dass sowohl Russland als auch China in der jüngsten Nationalen Sicherheitsstrategie als „strategische Konkurrenten“ bezeichnet werden, was ein Euphemismus des tiefen Staates für Todfeinde sei.
Hier ein Auszug aus einem Artikel mit dem Titel
„Partitioning Russia After World War III?“:

„Das Endziel der USA und der NATO besteht darin, das weltweit größte Land, die Russische Föderation, zu spalten und zu befrieden und sogar eine Decke ständiger Unordnung (Somalisierung) über ihr riesiges Territorium oder zumindest über einen Teil Russlands und des postsowjetischen Raums zu legen…
Das ultimative Ziel der USA ist es, zu verhindern, dass in Europa und Eurasien Alternativen zur euro-atlantischen Integration entstehen. Deswegen ist die Zerstörung Russlands eines ihrer strategischen Ziele…."

Eurasien neu gezeichnet: Washingtons Karten eines geteilten Russlands:
(„Partitionierung Russlands nach dem 3. Weltkrieg„, Global Research)


„US-Außenpolitikexperten“, zitiert The Unz Review aus einem Artikel von Clara Weiss in der World Socialist Web Site, „propagieren schamlos Theorien, die eine direkte militärische Konfrontation mit Russland auszulösen drohen, die in einen nuklearen Schlagabtausch münden könnte. (In einem ´Webinar für Kongressabgeordnete`, das am 23. Juni unter dem Titel „Dekolonisierung Russlands“ veranstaltet wurde.) Das Webinar, das von CIA-Agenten und rechtsgerichteten Nationalisten aus der Ukraine und dem Kaukasus besucht wurde, vertrat die Ansicht, dass Russland ein Kolonialreich sei, das mit Unterstützung Washingtons aufgelöst werden müsse.“

Die Autorin gehe der Frage nach, warum einige Experten Russland als „imperialistisch“ abstempeln wollen. Ein Artikel in der WSWS erkläre, warum:
„Die Behauptung, Russland sei „imperialistisch“, hat eine wichtige politische Funktion: Sie bietet einen politischen Deckmantel für die imperialistische Aggression gegen Russland und die Kriegsziele der imperialistischen Mächte…. Es ist diese Strategie, die die Pro-NATO-Pseudolinke mit ihrem Gezeter über den „russischen Imperialismus“ deckt. Das Schüren nationalistischer, regionaler und ethnischer Spannungen ist seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil der imperialistischen Kriegspolitik…..
Durch eine Kombination aus NATO-Erweiterung, Putschen an seinen Grenzen und militärischen Interventionen in Ländern, die mit Russland und China verbündet sind, haben die imperialistischen Mächte Russland systematisch und unerbittlich eingekreist…

Betrachtet man die Geschichte der Kriege, die der US-Imperialismus in den letzten dreißig Jahren geführt hat, so erscheint der sich abzeichnende Krieg zur Aufteilung Russlands und Chinas wie eine brutale Zwangsläufigkeit. Trotz ihrer Wiedereingliederung in das kapitalistische Weltsystem sind die imperialistischen Mächte durch die herrschenden oligarchischen Regime daran gehindert worden, die enormen Ressourcen dieser Länder direkt zu plündern. Im Wettstreit um diese Ressourcen und getrieben von unlösbaren innenpolitischen Krisen sind sie nun entschlossen, dies zu ändern.

… Der Resolutionsentwurf beschreibt die grundlegenden Ziele des US-Krieges gegen Russland wie folgt: ´die Beseitigung des gegenwärtigen Regimes in Russland, seine Ersetzung durch eine amerikanisch kontrollierte Marionette und die Zerschlagung Russlands selbst – was als „Entkolonialisierung Russlands“ bezeichnet wird – in ein Dutzend oder mehr ohnmächtige Staatlein, deren wertvolle Ressourcen dem US-amerikanischen und europäischen Finanzkapital gehören und ausgebeutet werden.`
Diese Passage ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis sowohl des sich entfaltenden Konflikts als auch der Politik der Pro-NATO-Pseudolinken und ihres Beharrens darauf, dass Russland ein ´imperialistisches Land` ist.“

(„Die historischen und politischen Prinzipien der sozialistischen Opposition gegen den imperialistischen Krieg und das Putin-Regime„, Clara Weiss, World Socialist Web Site)
……..

Die Außenpolitik der USA, so The Unz Review abschließend, liege jetzt ausschließlich in den Händen einer kleinen Gruppe von Neokonservativen, die Diplomatie rundweg ablehnten und wirklich glaubten, dass Amerikas strategische Interessen nur durch einen militärischen Konflikt mit Russland erreicht werden können. Abgesehen davon könnte man mit einer gewissen Sicherheit sagen, dass die Dinge noch viel schlimmer werden, bevor sie besser werden.

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Quelle mit Anmerkungen und Landkarte:

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2022/11/21/krieg-der-usa-gegen-russland-von-lange...


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