Was soll sich der Stromanbieter eigentlich denken, wenn er eure Postings so liest?

Mephistopheles, Datschiburg, Dienstag, 15.11.2022, 16:32 (vor 11 Tagen) @ Otto Lidenbrock2800 Views

Lange habe ich darauf gewartet und am Ende fast geglaubt, mich würde es nicht "erwischen", aber jetzt habe ich sie doch bekommen, meine "Anpassung" des Strompreises ab 01.01.2023.

Mein Anbieter "Mainova" war immer sehr günstig, weswegen ich ihm schon lange treu bin. Jetzt hat auch er zugeschlagen, was meine Ausgaben für Strom zukünftig um 65% steigen lässt!

Mein Versorger schickt den Leuten immer eine Aufstellung, aus der hervorgeht, dass sich der Strompreis zu 48%, also rund die Hälfte, aus Steuern zusammensetzt.

Das hat aber niemanden dazu bewogen, bei den Wahlen anders abzustimmen wie gewohnt.

Es hat auch so gut wie niemanden dazu animiert, seinen Strom in Zukunft selbst zu produzieren. Statt dessen bleiben alle am Netz, weil sie so scharf sind auf die paar Ct. Einspeisevergütung.

Aber, so gut wie niemand, macht sich netzunabhängig.

Auch die ach so innovativen Klein- und Mittelständischen Unternehmer nicht. Dabei müssten sie nur ihre Arbeitszeiten umstellen auf Sonnenschein. Wenn die Sonne scheint, dann erdröhnen die Fabriksirenen und rufen zur Arbeit, im Winter dagegen schickt man alle auf den verlängerten Mallorcaurlaub.

Macht aber keiner (so gut wie keiner), obwohl sich dieser Arbeitsrythmus seit Jahrtausenden in der Landwirtschaft bewährt hat.

Bislang zahlte ich einen Grundpreis in Höhe von 89 Euro brutto jährlich, zuzüglich die verbrauchten kWh zu einem Arbeitspreis von 26,60 Cent/kWh, ebenfalls brutto.

Bei einem jährlichen Verbrauch von rund 2.000 kWh kamen dabei in Summe 621 Euro heraus.

Ab 01.01.2023 möchte Mainova von mir satte 41,92 Cent/kWh brutto haben u. den Grundpreis hat man mal eben auf 189,27 pro Jahr hochgeschraubt!

Arbeitspreis plus 58%, Grundpreis plus 113%!!![[la-ola]]

Herzlichen Dank an die Bundesregierung im besten Deutschland aller Zeiten!

Was soll sich also einer denken, der feststellt, dass kaum einer auf Eigenproduktion von Strom umstellt?

Genau so beim Diesel. Natürlich könnte jeder seine Pferdle einsetzen zum Warentransport statt die umweltverschmutzenden Diesellaster, statt dessen stehen sie hier in der Gegend in dieem goldenen November noch immer sinnlos herum auf der Weide. Selbst das Bier wird per Lastwagen ausgeliefert statt mit Pferden!
Dabei hätte man noch einen Zusatznutzen, man könnte sich die gesamte Asphaltierung der Straßen sparen, wenn man nur noch Pferdedroschken einsetzzt, und mit einem Besen könnte man die Wege reinigen und hätte noch zusätzlichen Dünger!

Natürlich könnte jeder wieder einen Misthaufen anlegen für die Düngung seiner Felder, statt desen wird gejammert, dass Kunstdüger so teuer geworden ist. Aber, habt ihr schon einen gesehen, einen einzigen, der einen Misthaufen vor seinem Hof neu errichtet hat?

Unter diesen Umständen bleibt den Anbietern, egal was, nur eine Alternative: Sie müssen endlich erkennen, dass ihre Angebote noch viel zu billig sind und daran arbeiten! :-P

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung