Das war aber im Abendland schon immer so

Mephistopheles, Montag, 17.10.2022, 13:54 (vor 1223 Tagen) @ Dieter2938 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 17.10.2022, 14:13

Hallo Manuel H,

die meisten sind nicht überdurchschnittlich gebildet sondern verbildet durch unser Schul/Unisystem. Insofern traue ich inzwischen einem Handwerksgesellen deutlich mehr gesunden Menschenverstand zu als den meisten Akademikern und sogenannten Intellektuellen.

Bildung war eine Domäne der Kleriker, speziell der Klöster. Gelehrt wurden die sieben freien Künste, das war's dann aber auch schon.
Das wichtigste und schwierigste Fach war die Theologie.

Später wurde die Bildung wie alles der Kirche wegge- und vom Staat übernommen.
Die Kleriker sind jetzt Beamte.

Bildung sollte ein aktiver Prozess des Individiums aufgrund seiner Bedürfnisse sein und nicht das Abarbeiten eines Programms zur Steuerung des Individiums. Da sich die meisten mehr nach letzterem orientieren, da Erfolg garantiert wird, haben wir mehrheitlich verbildete Akademiker. Und je länger die staatliche Ausbildung dauert, um so gravierender die Manipulation.

Wieso sollte das, was eineinhalb Jahrtausende funktioniert hat, plötzlich durch das ersetzt werden, was noch nie funktioniert hat?
Bedürfnisse haben übrigens nur Marxisten.

Es gab allerdings in der Zeit, als die Bildung von den Klöstern dominiert wurde, sehr wohl eine Möglichkeit, sich umfassend, in deinem Sinne, zu bilden. Sie wurde auch, wenn auch selten, aber sie wurde genutzt.
Wir verdanken diesen Gebildeten viel undseres Weltbildes. Ich erinnere nur an den Augustinermönch Martin Luther, der die moderne Theologie erfand oder an den Augustinermönch Gregor Mendel, der die Mendelsschen Gesetze erfand oder den Pfarrerssohn Carl Linde, der die Kühlmaschine erfand.

Gruß Mephistopheles


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