Dazu: Überlegung zur EZB-Sitzung am Donnerstag.
Angekündigt wird ja schon länger eine Leitzinserhöhung, möglicherweise sogar von 0,5 Prozent, um "die Inflation in den Griff zu bekommen".
Das Problem hierbei ist nur (wieder mal) Italien, denn dort sind die Anleiherenditen (10-Jahre) seit August 2021 stark gestiegen.
Auch die portugiesischen und spanischen Bonds haben sich stark verteuert.
Die hohen Refinanzierungskosten könnten daher zu einer neuen Schulden-, und Bankenkrise führen und eine EZB-Leitzinserhöhung würde dies noch befeuern.
Wird die EZB das trotzdem wagen?
Oder wird sie darauf setzen, dass bald weitere Sanktionen aufgehoben werden, was dann nicht nur die Lebensmittel-, sondern auch die Energiepreise (die Hauptreiber der Inflation) senken wird, und über diesen Weg, auch die Inflation runtergeht?
Und da die EZB schon lange nur noch ein politisches Konstrukt ist, dessen Aufgabe nicht die Preisstabilität ist, sondern ein Auseinanderfallen der EU verhindern soll, könnten wir am Donnerstag vielleicht eine Überraschung erleben. Und zwar, dass es keine Leitzinserhöhung geben wird.
Fabuliere ich mir Unsinn zusammen? Was meint ihr zu diesem Thema?