Die kommerziellen Produzenten

Manuel H., Montag, 21.03.2022, 18:08 (vor 1419 Tagen) @ kaddii3872 Views

Mir hat ein Bauer folgendes erzählt:

1. Seine demeter-fähige Milch verkauft er zu gaga-"fair"-Preisen auf dem Wochenmarkt, zu erhöhten Preisen an eine Genossenschaft, die Bioläden beliefert, aber den Großteil an Aldi zu Kampfpreisen.
Warum Aldi? Der nimmt alle Mengen klaglos ab und der zahlt wenigstens zuverlässig.
2. Als Bauer sind die Subventionen wichtig. Pflichtlektüre: Welche Subventionen laufen wann aus, welche werden ab wann neu installiert, was muß man dafür tun und was bringt es? Diese Info ist wesentlich wichtiger als das Kleingeld, das eine Genossenschaft oder Aldi oder der im SUV vorfahrende Direktkunde für die tatsächlichen Produkte rüberwachsen läßt.

Die richtigen Masse-Produzenten von Lebensmitteln werden die erhöhten Einkaufskosten weiterreichen. Da alle betroffen sind, werden es alle machen als hätten sie sich abgesprochen. Der Konsument kann sowieso nicht weglaufen. Die Alternative für den Konsumenten ist: statt selber kochen im Restaurant zu essen. Dürfte nicht billiger sein.

Aber da gibt es eine Lücke:

Kantinen wie Uni-Mensa, Krankenhaus-Kantine, Vodafone-Kantine, Finanzamts-Kantine, Theater-Kantine, die müssen ihre Kalkulation vorlegen, genehmigen lassen und langfristig zusichern. Oft verkaufen die eh zu Selbstkostenpreisen und bekommen Pauschalen zur Deckung ihrer Kosten dazu. Solange die auf ihren alten Verträgen festsitzen, kann man dort fertige Essen auf aktuellem Hygienestandard zu sich nehmen und zahlt weniger als wenn man es selber zubereitet. Am besten sind die natürlich bei Behörden, weil systemrelevant und bei großen Firmen, die auf ihr Image achten, am schlechtesten in Krankenhäusern, für die gesunde Kost nun mal geschäftsschädigend ist.


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