Wer muss denn möglichst viel Autofahren um möglichst glücklich zu sein?
Wenn man die "Fehl"entscheidngen der Regierungen (was ja vermutlich laut Verschwörungstheorie die "richtigen" Entscheidungen für die Mächtigen sind) um nur die Hälfte senken könnte, wäre das viel mehr wert als eine Verzehnfachung der Energiedichte.
Das offizielle Effizienz-Gedöns ist Ablenkung.
Wer doppelt so schnell, aber in die falsche Richtung fährt, hat's eben genau NICHT drauf.
Und wer Schnellfahren scheiße findet und es daher generell verbietet, ist keinen Deut besser.
Oder Scheiße 100% vermeiden will (in Deutschland sehr verbreitet) und daher sich nicht bewegt, bevor nicht 100% klar ist, wie das gehen soll, macht das Leben schon vor dem Sterben zum Tod.
Effizienz (Schnellfahren) ist super, aber ohne Kompass sehr gefährlich. Was nutzt mir der ICE wenn mein Ziel weit ab der ICE Trasse liegt?
Was nutzt die steuerliche Absetzbarkeit der km-Pauschale, wenn mein Steuersatz nicht 50, sondern 20% beträgt (z.B. bescheidene, nachhaltige Familie mit Kindern). Es wäre doch viel besser, wenn der Sprit sauteuer wäre, ich aber nicht mehr täglich zur Arbeit fahren müsste, sondern in der gleichen Zeit zu Fuß (oder mit Öffies) dorthin käme.
Kleiner Gedankenblitz in die Tüte gesprochen: Es wäre vielleicht auch besser, den individuellen Bürger so zu besteuern, dass er in seinem individuellen Wertekanon unterstützt wird - so ähnlich wie Amazon eben individuelle Werbung für mich bereitstellt oder China die Sozialpunkte auswertet. Die Fortsetzung des chinesischen Modells für die Individualgesellschaft wäre doch, dass man nicht Punkte für die kommunistische Partei sammelt, sondern für seine persönliche bessere Welt. Für den einen ist es dann besser, den Sprit zu besteuern, für den anderen ist Plastik vornedran.
Irgendwer da draußen ballert mich von früh bis spät mit Vorschriften, Messergebnissen, Interprätation etc. zu und verschweigt mir andererseits entscheidende Infos, um mich dazu zu bewegen, gegen meine Neigungen etwas zu tun, "damit es mir und allen anderen" besser ginge.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass dieser Irgendwer (und diese vielen Irgendwers) andere Vorstellungen vom Glück hat als ich und als die meisten meiner Mitmenschen.
Wenn ich ans Ufer schwimmen will, darf ich nicht mit dem Strom schwimmen. Aber ich brauche auch nicht gegen den Strom schwimmen.
Den Strom kann ich mir nicht aussuchen. Aber die Richtung des Schwimmens.
Schöneres (!) Wochenende
Heller