Zwar wurde die Druckluftbremse schon 1869 von George Westinghouse erfunden...

Rybezahl, Mittwoch, 24.02.2021, 22:54 (vor 49 Tagen) @ Durran814 Views
bearbeitet von Rybezahl, Mittwoch, 24.02.2021, 23:18

... aber das war eine einlösige Druckluftbremse, was erhebliche Nachteile mit sich brachte. Die erste mehrlösige Bremse dieser Art war die Kunze-Knorr-Bremse.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kunze-Knorr-Bremse

Die Druckluftbremse wird auch indirekte Bremse genannt, da sie nicht - wie bei einem Auto - aktiv betätigt werden muss, damit eine Bremswirkung eintritt. Sondern es wird im Gegenteil Druckluft aus dem Bremsmenachanismus entlassen, sodass die Bremse automatisch anlegt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Druckluftbremse_(Eisenbahn)

Die Vorteile der Druckluftbremse sind unschlagbar. Da alle Waggons an einer Luftleitung hängen, bremsen diese selbsttätig, sobald sie vom Verband getrennt werden. Das heißt nichts anderes, als dass unfreiwillig oder mutwillig abgetrennte Waggons eines Zugverbandes automatisch zum Stehen kommen müssen, da sie keine eigenen Luftkompressoren besitzen. Dieses Prinzip wird auch bei Lastkraftwagen angewandt.

Ein weiterer Vorteil ist die sog. Sicherheitsfahrschaltung, die es bei Lastkraftwagen allerdings nicht gibt (davon abgesehen, dass diese die Spur wechseln können, was Schienenfahrzeuge nicht können). Wird diese nicht betätigt, entlüftet die Druckluftbremse automatisch und der Verband bremst. (Sekundenschlaf ist mit anderen Worten kein Problem.)

Gruß vom
Rybezahl.

PS: Im Zug sitzt man übrigens immer entgegen der Fahrtrichtung und hat keine anderen Menschen gegenüber sitzen. Erstens wird man bei einer Kollision in den Sitz gedrückt (und nicht - wenn man in Fahrtrichtung sitzt - vom Sitz weggeschleudert). Und zweitens fliegt einem der gegenüber sitzende Passagier nicht entgegen. Ob man lieber vorne oder hinten im Zug sitzt, das kommt auf den Unfall an. Ich würde grundsätzlich die hintere Position - am Ende des Zuges - bevorzugen.)


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