Es hat auch 1933 niemanden interessiert

Mephistopheles, Datschiburg, Donnerstag, 19.11.2020, 10:02 (vor 16 Tagen) @ Kontributor1736 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Donnerstag, 19.11.2020, 10:30

Hallo Lotte,

vielen Dank für Deinen Beitrag - hier ist meine Beobachtung: Ich weise in meinen Vorlesungen meine Studenten auf all diese Umstände hin, verweise auf die Parallelen zu 1933. Erläutere die Grundgesetze der (theoretisch funktionierenden) Demokratie (Gewaltenteilung) etc. pp und natürlich auf die aktuellen Geschehnisse. Fazit: Es interessiert niemanden. Es kommt nicht einmal eine Diskussion zustande. Keine Gegenfrage. Keine kritische Reflexion. Nichts, Niente!

und natürlich auch nicht im Jahre 27. v.Chr. (dessen Geburt auch niemanden interessierte, so dass sich die Historiker immer noch darüber streiten, ob er überhaupt geboren wurde. Dabei hätte er diesen Zweifeln leicht vorbeugen können, wenn er die Befreiungskämpfe der Germanen gegen die Römer, die zu seinen Lebzeiten stattfanden, wenigstes mit einer Silbe erwähnt hätte. Das hat ihn aber anscheinend nicht interessiert). Was willst du denn! - sagten die aufgeklärten Römer zu allen Kritikern des Prinzipats: Die Volksversammlungen finden doch nach wie vor statt, die Konsuln werden jährlich gewählt und der Senat tagt nach wie vor!
Der einzige Unterschied bestand darin, dass an den Stadtgrenzen Roms eine Legion stationiert war, die man zwar im Alltag niemals wahrnahm, die aber seltsamereise doch dazu führte, dass die Wahlen immer zum geünschten Ergebnis führten.
In Deutschland stehen diese Legionen seit 1945, man nimmt sie nicht wahr; seltsamereise führen aber die demokratischen Wahlen seitdem immer zum gewünschten Ergebnis.

Jeder, der aus der Geschichte lernt, kann ersehen, wie leicht es ist, eine Demokratie, wenn sie innerlich morsch ist (und in Deutschland war sie das von Anfang an!), zu übernehmen. Wen wundert es, dass Leute, die schlauer sind als die gewöhnlichen Forumsschrreiber, daraus ihre Lehre gezogen haben?

Stattdessen: Können sie den Stoff für die Klausur eingrenzen?... Muss ich das ganze Buch lesen?... Allgemeinwissen: Oberflächlich bis zum "geht nicht mehr". Intellektualität: Wie schreibt man das? (Gut, ist vielleicht zu viel verlangt am Anfang des Studiums) Perspektive: Karriere (was immer das bedeutet) und irgendwann mal Familie (sic!). Also ganz "normale" bürgerliche Einstellungen. Dass es aktuell und im Great Reset genau um die Zerstörung des Bürgertums und der Freiheit geht, das begreifen die nicht, wollen sie nicht hören.

Danke! Deine Bemerkungen mach den ganzen Unsinn des: Non-vitae,-sed-scolae-discimus-Systems (wieder einmal) offensichtlich.

Das Beste: Meine akademischen (promovierten) Kollegen: "Man müsste den Covidioten den Arbeitsplatz wegnehmen - die zerstören uns"..."Ich bin für hartes Durchgreifen - die Covidioten und Querdenker sind schuld daran, dass wir diese Infektionszahlen haben. Die mussten ja im Sommer in Urlaub fahren und auf Demos gehen". Man fasst es nicht.

doch: https://www.dasgelbeforum.net/index.php?mode=entry&id=545742

Die Demokratie ist eben eine künstliche Regierungsform, allenfalls geeignet für den Zusammenschluss von ein paar Dörfern wie Rom oder Athen, "wo jeder jeden kennt", und keineswegs für einen Staat. Folglich verschwindet sie zuverlässig auch, wenn das Gemeinwesen größer wird.
Jede Verteidigung der Demokratie ist damit obsolet.

Frustrierte Grüße
Kontributor

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.