Kurz nach Kriegsende Teil 3
Kennengelernt hatte ich ihn durchs Schlüsselloch, denn jedesmal wenn er nach hause kam und einen Russen nur gesehen hatte. machte er sich in die Hosen, rannte ins Badezimmer und wusch seine Hosen aus. Dieser Mann sollte uns also als "Sonderführer" durch den Kalten Krieg in der DDR führen.
Teil 3 wie er nach Berlin kam
Sie lernen die Tricks des jungen SSD/KGB, wie man den neuen Sonderführer heimlich nach Ostberlin in sein neues Propagandaministerium bringt, das jetzt Ministerium für Kultur heißt.
Meine Mutter machte da nicht mehr mit und ließ sich von dem Nazikommunisten scheiden.
Dabei sollte sie noch eine Geheimhaltungserklärung über die Nazivergangenheit ihres Mannes unterschreiben. „Mit mir nicht“, sagte sie. Damit hatte sie automatisch ihr Todesurteil bekommen. Man ermordete sie aber nicht sofort. (Hier kommt etwas, was man erst verdauen muss.) Sie benutzten sie um ihren Mann den Zutritt zu Ostberlin zu ermöglichen. (Der SSD war noch nicht überall an der Macht und es war schwer eine Zuzugsgenehmigung für Berlin zu bekommen.)
Als erstes bekam sie eine Lehrerstellung in Blankenfelde, einem Ort nah Berlin, wo man von Malow aus mit der S-Bahn nach Berlin reinfahren konnte. Sie zog mit ihren beiden Töchtern in ein kleines Haus in der Wilhelm Raabe Straße. Wir, mein Vater und ich, zogen immer noch in Erfurt herum um alte herum streuende Nazis einzufangen.
Dann war es so weit. Ich kam auch nach Blankenfelde und meine Mutter kam ins Krankenhaus in Rangsdorf. Von dort sollte sie nicht mehr zurückkehren.
Ihre Ermordung wurde aber verschoben. Warum? Meinem Vater gefiel das haus nicht. Es hatte ja nur ein Zimmer. Wo sollte er da sein Klavier und seinen Flügel – und dann noch ihren Flügel hinstellen? Er hatte eine reiche Freundin – eine Kapitalistentochter.
So kam es, dass unsere Mutter wieder zurück kam. Und wie nun erwartet bekamen wir ein großes und schönes Haus in der August Bebel Straße 112, wo der Flügel schön in die große helle Veranda über der Garage passen würde, aber wir hatten keinen und freuten uns trotzdem sehr über das Haus. Aber nun kam es wie es nach dem frigiden Plan des SSD kommen musste.
Meine Mutter war plötzlich weg und kam nie wieder.
Mein Vater kam mit seiner Freundin. Nun hatten wir 2 Flügel und 1 Klavier. Wir waren reich. Ich wurde allerdings wieder auf Hungerration gesetzt. „Für alle reicht es nicht!“ sagte er nur.
Es war 1950. Er hatte der Gemeinde versprochen, dass er sich um die Kinder kümmern würde. Er warf aber einen nach dem anderen hinaus und wohnte allein mit seiner neuen Frau – zuletzt in Pankow.
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Er - Dr. Kurt Willimczik mit Aktentasche, wie er täglich nach Berlin ins Ministerium für Kultur fuhr, um den Kalten Krieg für Stalin in der DDR zu führen. Seine reiche Frau aus dem Westen verabschiedet ihn. Nun haben er und seine Genossen gewonnen und er konnte jeden Tag mit der S-Bahn in sein Ministerium fahren ohne eine Zuzugsgenehmigung für Berlin haben zu müssen. Unter seinen Hetzartikeln im Neuen Deutschland wird kein Name genannt, er stapelte sie aber sorgsam im Hause. Nichts von dem hat die Öffentlichkeit je erfahren.
Das Attentat in München 1980 diente auch dem Schutz dieses Staatsgeheimnisses.
Gruß Wolfhart
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Wolfhart Willimczik - Physicist
Florida
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