Das, was Linder sagt, ist generell richtig
Hat aber den Nachteil, dass es beim Zusammenwachsen der Pflanzen dann zu wenig Durchlüftung gibt, was zur Pilzanfälligkeit führt.
Mein Rat: Normaler Abstand, Hochbeet ist rückenfreundlich, und abdecken des freien Bodens.
Womit:
- Rindenmulch,
- Auch selbstgehäckselter Gehölzrückschnitt vom letzten Herbst, wenn er über Winter abgelegen ist, damit sich durch den Regen einige Gerbsäuren verabschieden.
- Stroh (macht man sowieso z.B. bei Erdbeeren, damit die Früchte keinen Erdkontakt bekommen)
- Kompost, egal in welcher Form, auch Rasenrückschnitt. Dadurch erzeugt man ein ganz bestimmtes Kleinklima, die Bodenoberfläche trocknet bei weitem nicht so aus, dazu erhöht man den CO²-Austritt direkt an den Pflanzen, wo es auch gebraucht wird.
Was bewirkt das Ganze:
Das Unkraut erstickt, gleich nachdem es gekeimt ist. Betrifft allerdings nur Samenunkräuter. Wurzelunkräuter machen einen unglücklich, weil sie dann noch besser wachsen. Damit meine ich z.B. die Quecke oder die Ackerwinde. Da bleibt nichts anderes übrig, als vor dem Anpflanzen den Boden so tief umgraben und jede Scholle zu zerschlagen, damit man die gut sichtbaren weißen Wurzeln händisch auslesen kann.
Seit einigen Jahren gibt es noch die Plastikalternative, nämlich das Unkrautvlies. Ich bin da sehr skeptisch, inwieweit das im Gemüsebau praktisch ist und ob sich das überhaupt rechnet. Aber probieren kannst Du das ja mal:
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Im allgemeinen, wenn der Boden abgedeckt ist, kann man das durchaus durchziehen, das mit den Intervallen, wie Du sie genannt hast. Wenn Du im Herbst alles abgeerntet hast, dann arbeite kräftig Stallmist in den Boden ein, das bringt jeden Sandboden auf Vordermann. Aber nur im Herbst, auf das bevorstehende Frühjahr ausgerichtet, weil frisch eingearbeiteter Mist im Frühjahr bei manchen Gemüsearten resp. deren Schädlingen nicht vorteilhaft ist.