Aus dem antiken Griechenland kommen immer noch die besten Fragen. ;-)
Danke für diesen ausgesprochenen Realitätsbezug.
Hallo Athen!
Du fragst: Was ich noch nicht verstanden habe: Wie sollen denn die Unternehmen die Kredite je zurückzahlen?
Das ist 1 Millionen Dollar-Frage?
Solche Fragen dürfen aber im aktuellen Krisenmanagement nicht gestellt werden.
Jetzt werden erst einmal die Milliarden und die Billionen „verteilt“.
Wenn viele Unternehmen heute schon geringe Margen haben und die "Zombieunternehmen" den Markt nicht verlassen müssen, wo sollen dann die Erträge für die zusätzlichen Kredite herkommen?
Wie kannst Du es wagen solche unverschämten Fragen zu stellen?
Wir können Krise – koste es, was es wolle. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
PS: Die Alternative, alle Unternehmen insolvent gehen zu lassen, ist natürlich auch nicht erstrebenswert.
Da ist natürlich etwas dran.
Wie könnte eine pragmatische Lösung aussehen?
Zuerst ist das Trennbanken-Gesetz wieder umzusetzen.
Spekulanten dürfen gerne spekulieren, aber komplett auf eigene Rechnung.
Wer sich verzockt, muß untergehen .. oder darf sich auch gerne für eine vorübergehende Zeit in Schuldknechtschaft begeben. ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
Das weltweite Finanz-Casino hat das Schuldenturm-Problem deutlich verschärft und hier muß endlich die Machete in den Dschungel mit den giftigen Vipern sausen.
Dann würde ich das Aktienkapital in entscheidender Höhe auf die Firmenbeschäftigten umlegen, z.T. als kleiner Lohnanteil und als Altersvorsorge. Es muß zwischen Aktionären und Firmen wieder natürliche Verbindungen her, so daß langfristige Interessenausgleiche möglich sind.
Das dürfte auch die elende Zockerei erheblich mäßigen.
Dann muß Steuergerechtigkeit her.
Es kann nicht sein, dass Kapitaleinkünfte niedriger besteuert werden als Arbeitseinkünfte.
Ebenso wäre eine Einkommensbegrenzung nötig, also z.B. daß die Geschäftsleitung nicht mehr als das 10- oder 15-fache des Durchschnittsverdienst aller Firmenangestellten beziehen darf – quasi als Ethik-Regel des Managements.
Wenn in einer Firma 3.150 € (jetzt nur als Beispiel) dem Durchschnittsverdienst entsprechen, dann können den Chefs maximal 31.500 bis 47.250 € je Monat gezahlt werden
Dann werden diese weder verhungern noch vor den Eingangstüren der Konsumtempel um milde Gaben betteln müssen.
Steigt das Durchschnittseinkommen, steigt auch der Spitzenverdienst, sinkt das Einkommen bekommen auch die „Potzöbersten“ weniger.
Und – gaaanz wichtig – Politniks und CEOs müssen endlich für ihre Entscheidung haften!
Eine Korruptionsbehörde fände ich auch nicht übel, aber
Das soll vorerst genügen. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
mfG
nereus