Ich nochmal

trosinette, Dienstag, 17.03.2020, 08:55 (vor 2154 Tagen) @ Tempranillo2138 Views
bearbeitet von trosinette, Dienstag, 17.03.2020, 09:35

Guten Tag,

Ich schon. Mich interessiert, wie sich die Vulgär-Marktwirschaftler und Vulgär-Debististen
dazu stellen, daß die Corona-Krise eine Folge dessen ist, was sie anbeten wie das Goldene
Kalb, die von keinerlei Regulierung und staatlichem Rahmen eingegrenzte Marktwirtschaft.

Der Debitismus versucht, so unvoreingenommen, wissenschaftlich und objektiv wie möglich zu beschreiben, wie Geldwirtschaft funktioniert. So wie der Zellbiologe beschreibt, wie eine Zelle funktioniert. Dabei gibt es keine goldenen Kälber. Goldene Kälber treten erst auf den Plan, wenn man erklärt, wie etwas, den eigenen Wunschvorstellungen gemäß funktionieren sollte.

Die Geldwirtschaft drängt, aufgrund der Nachschuldnerproblematik aus sich heraus zur Optimierung, Rationalisierung und Globalisierung. Die Hochfinanz gibt diesem Drängen „nur“ nach und nutz die sich daraus ergebenden Chancen, ganz im Sinne der Machtdefinition von Max Weber. Wer die Chance ergreifen will, das zu ändern muss noch mehr Macht mobilisieren als die Mächtigen innehaben.

Corona-Krise

Welcher Windstoß das Kartenhaus der Weltwirtschaft letzten Endes erschüttert oder zum Einsturz bringt, ist dem Debitismus egal. Der Debitismus zeigt nur auf, dass es früher oder später einstürzen muss.

Die Krise zeigt schön auf, dass die Menschheit, wie die Steinzeitmenschen, wie eh und je dazu verdonnert sind, von der Hand in den Mund lebt. Einfach mal eine Krise abreiten und ein paar Wochen die Hände in den Schoß legen geht nicht, trotz Wirtschaftswunder, Hochkultur, Zivilisation, Fortschritt und sonstigen Errungenschaften.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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