Mal sehen
einen "kurzen" Ausschnitt aus der Realität, gleich zu Beginn. Alles andere ist Drehbuch des Films, - meist mit der Realität nicht zu vergleichen.
Beispiel:
-Wer zahlt im Bus irgendwelchen provokativen Jugendlichen die Fahrt, wenn sie selbst nichts bezahlen wollen?
Das ist tatsächlich sehr weit hergeholt.
-Wer bunkert sich in einem mehrstöckigen Haus mit kugelsicheren Stahlwänden ein und erschießt dann eine ganze Einheit von schwerbewaffneten Spezialpolizisten, noch dazu in einem sehr klein gehaltenen Vorraum? Nach meiner Beobachtung müssen diese Polizisten sich ja nacheinander in die Schusslinie gebracht haben, gewissermaßen zur Schlachtbank, anstatt dass sie sich aufgrund des unerwartet starken Gegenangriffs zurückgezogen und neu formiert haben. Dazu noch die vorbereitete Bombe, was irgendwie unwirklich aussieht. Außerdem ist nicht erkennbar, wie der Mann dann das Gebäude verlassen hat, - er müsste ja über die toten Polizisten (eine ganze Menge) drüber gestiegen sein und dann das Haus verlassen haben, das ja im Eingangsbereich auch von Polizisten gesichert wurde.
Künstlerische Freiheit in einem amerikanischen Action-Film…ist schon immer etwas unlogisch gewesen in diesen Filmen.
-wer greift als Einzelner in ein Handgemenge mit Jugendlichen in einem Park ein und hat (prophylaktisch) einen Elektroschocker griffbereit?
Wer so agiert wie der Protagonist, dürfte immer entsprechende Ausrüstung am Mann haben. Und der ist, wenn ich mich recht entsinne, ein ehemaliger Elite-Soldat..die haben eh ein ganz extremes Mindset. Die interessiert es auch nicht, gegen wie viele es geht…denn die fühlen sich anderen überlegen.
-wer greift sich auf offener Straße einen Richter und drückt ihm eine Injektion in den Hals, um ihn dann in ein Auto zu verfrachten? In der Öffentlichkeit, wo es mehrere Videokameras gibt?
Die öffentliche Videoüberwachung verhindert wie viele Straftaten? Man muss sich nur völlig unkenntlich machen, dann kann man vor solchen Kameras alles mögliche veranstalten. Es wird damit nur eine falsche Sicherheit vorgegaukelt.
-wer nimmt sich eine ganze Ausländerfamilie vor, um sie zu erschießen, und sorgt dann dafür, dass der gesamte Freundeskreis auch in dieser Wohnung erscheint, um erschossen zu werden?
Wie gesagt, ich nehme den Film in Teilen wie eine Warnung an die Obrigkeit, dass es durch Bürger geben kann, denen es irgendwann nicht mehr reicht, mit der geballten Faust durch die Gegend zu laufen. Es reicht, wenn jemand mit den passenden Fähigkeiten und Zugang zur richtigen Ausrüstung entsprechende Aktionen startet, und dann sind ganz schnell bei dem, was Tolkien in seinem Herrn der Ringe durch Galadriel eingebaut hat: „Selbst die kleinste Person kann den Lauf der Zukunft verändern.“. Oder mit etwas mehr Realitätsbezug: Jede Lawine beginnt klein, oftmals reicht ein kleiner Stein/Schneeball, um eine verheerende Lawine auszulösen.
Also, aus der Aufzählung erkennt man die unrealistische Seite des Films. Lediglich der Anfang entspricht der Realität. Wenn man wg. dieses Anfangs den Film verbieten wollte, - dann wäre der Zusammenhang mit der täglichen Realität der Grund, um zu verhindern, dass das drastisch ins Visier der Öffentlichkeit kommt. Aber es genügen ja schon die Nachrichten, das zu filmen, ist ja eigentlich gar nicht notwendig.
Letztlich ist es immer noch das Setting eines Action-Films, aber wir sind alle alt genug, dass wir wissen, dass Hollywood über seine Filme oftmals Vorschauen dessen geben, was kommen wird.
Also, für mich ist das Verbot in Deutschland nicht nachvollziehbar.
Ja, ist eigentlich überflüssig, da gibt es definitiv andere Filme, die wesentlich schlimmer sind..und die sind nicht auf dem Index.
Grüße
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Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!
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