Prompts
Inhaltlich war es nur der letzte Teil einer mehrere Themen umfassenderen "Debatte" mit Gemini, in der es um Verantwortung in Partnerschaften, die feministische Definition des Patriarchats, Frauen in Führungspositionen, die neofeministische Ablehnung der Mutterrolle, Eifersucht, das Narrativ des glücklichen und länger lebenden Partners und der unglücklichen Partnerin, weiblichen Tests an ihren Partnern und die eigene Grenzziehung, die Erkenntnisse Alison Armstrongs, die Tendenz zur Bequemlichkeit und Flucht in die Opferrolle ging. Die Antworten bestätigten mich dabei eben nicht per se, da ich jeglichen Chats einen derartigen Eingangsprompt voranstelle:
"Bitte aktiviere den Direktmodus. Sei schonungslos ehrlich, faktenbasiert, aber bleibe fair. Duze mich und verzichte auf Floskeln."
Die beiden letzten Prompts lauteten wie folgt:
"Noch etwas. Die wohl relativ große Anti-Suffragetten-Bewegung argumentierte, dass Frauen für Politik emotional zu anfällig/beeinflussbar seien. Diese Begründung wurde im Laufe der Zeit auch erhärtet, weil Frauen sich der Masse/Gruppenzwang/Übermoral statt rationalen Argumenten anschließen, um nicht "aus der Gruppe" zu fallen (= allein und damit schutzlos und verloren zu sein) und sie negative Emotionen regulieren wollen, statt deren Ursache(n). Dieses Verhalten führt aber mittel- bis langfristig zu selbstzerstörerischem Handeln. Exemplarisch dem Ziel der Vermännlichung von Frauen (Empowerment, sexueller Hedonismus) sowie der Verweiblichung von Männern (weil der selbsternannte Opferstatus von Frauen Männern die Schuld gibt, nicht ausreichend emotional zu sein und Care Arbeit abzunehmen und dergleichen) und der damit einhergehenden Beziehungsunfähigkeit bis hin zur Zerstörung der gesellschaftlichen Keimzelle: der (klassischen) Familie (Mutter, Vater, Kind).
Was sagt die aktuelle Forschung dazu? Ordne die Forscher entsprechend ein, ob diese ebenfalls einen Bias haben und irgendeine Art von Agenda vertreten könnten."
und:
"All dem entgegen steht bspw. die Ansicht von Esther Vilar, die argumentierte, dass die Frau eben nicht ein/das unterdrückte Opfer ist, was befreit werden müsse, sondern geradewegs umgekehrt, über manipulative Techniken (vor allem das Loben des Mannes) sich auf der Leistung des Mannes ausruhen kann/darf und sich damit ein bequemes Leben als Hausfrau (und Mutter) einrichten kann (ohne den ganzen Arbeitsstress, kompetitiven Druck, Eigenverantwortung, politischen Entscheidungen, usw. usf.). Dazu gab es in den 1970ern eine Debatte zwischen ihr und Alice Schwarzer (Befürworterin des weiblichen Empowerment).
Ich sehe das ähnlich wie Vilar, weil ich nicht erkenne, wie der Feminismus und insb. der Neo-Feminismus (der offen Männerhass propagiert) den Frauen in irgendeiner Weise dabei geholfen hätte, ein angenehmeres Leben zu gestalten und dabei ihrer eigenen Biologie zu folgen. Ganz im Gegenteil führt diese steigende Beziehungsunfähigkeit zur Frustration auf beiden Seiten (Frauen und Männern). Auch wenn Frauen zunächst annehmen, dass sie sich befreit (logisch: von jeglicher Beziehungsverantwortung) und empowert (für sich selbst sorgen, sexuelle Freizügigkeit) fühlen, schlägt genau dieses Pendel langfristig zurück (sie findet letztlich keine loyale Beziehung mehr, weil kein Mann eine "verbrauchte Schlampe" will, die selbst die männliche Rolle in der Beziehung einnimmt und ihn entmännlicht - insb. durch mangelnden Anerkennung und Respekt; obendrein das Problem, dass sich kaum noch Männer trauen, Frauen flirtend anzusprechen, weil das als übergriffig gelten und in Social Media verbreitet werden könnte).
Was wäre die/eine Lösung? Frauen aus der politischen Entscheidung gänzlich auszuschließen, erscheint mir letztlich auch nicht fair zu sein, aber deren irrationale Entscheidungen richten eben auch immensen gesellschaftlichen Schaden an."
Du kannst ja mal versuchen, gänzlich ohne deine Sicht darzulegen, deine KI selbstständig dies oder jenes Thema zusammenfassen zu lassen. Das dürfte jedoch relativ dünn enden. Mir fallen nämlich öfters zahlreiche Simplifizierungen viel komplexerer Sachverhalte auf, wobei Gemini da eine der besseren KIs darstellt, die einen größeren Kontext "im Kopf behält" (zumindest im Pro-Modus, gell).
Einige Dinge aus deinen KI-Antworten sind mir unklar:
Dass Frauen im Schnitt verträglicher sind, bedeutet nicht, dass sie politisch unfähig oder irrational agieren. Der Sprung von "höherer Verträglichkeit" zu "politisch destruktiver Übermoralisierung" ist eine ideologische Wertung, keine wissenschaftliche Notwendigkeit.
Stehen aus emotionalen und (über)moralischen Beweggründen getroffene Entscheidungen nicht rationalen Entscheidungen diametral gegenüber? Was also ist daran "ideologisch wertend"!?
Wissenschaftliche Studien betrachten Durchschnittswerte in großen Gruppen. Die individuelle Varianz (die Überlappung der Geschlechter bei den meisten psychologischen Merkmalen) ist riesig. Der Text ignoriert, dass es Millionen Frauen gibt, die den beschriebenen Mustern entgegenstehen, und Millionen Männer, die diese Muster ebenfalls zeigen.
Genau das ist statistisch völlig irrelevant - es geht ja gerade um die signifikanten Unterschiede, die Taylor und Haidt dargelegt haben. Es gibt bspw. auch tausende Männer in Pflegeberufen. Das ändert nichts daran, dass sich vorwiegend (eben statistisch signifikant!) Frauen für Pflegeberufe entscheiden und Männer nicht.
Die Behauptung, dass die heutige Politik oder gesellschaftliche Krisen *direkt* durch das politische Mitspracherecht von Frauen oder deren "biologische Programmierung" verursacht werden, ist eine spekulative gesellschaftspolitische These (in der Soziologie oft als "biologischer Essentialismus" bezeichnet).
Das wurde gar nicht behauptet. Es wurde festgestellt, dass Feminismus und Neofeminismus sehr großen Schaden an Frauen und Partnerschaften angerichtet hat (und anrichtet), was man "gesellschaftlich kritisch sehen kann" (oder eben "wunderbar" als Feminist, der die Gesellschaft politisch(!) "umformen" möchte).
Der Text nutzt Haidt oder Benenson, um eine Agenda zu stützen, die diese Forscher selbst oft nicht so extrem formulieren. Haidt beispielsweise sucht nach Wegen, wie verschiedene moralische Lager wieder miteinander kommunizieren können – er fordert keinen Abbau des Sozialstaats als "Lösung" für weibliches Wahlverhalten.
Das hat Gemini hier eigenständig geschlussfolgert. Was wäre der Lösungsvorschlag deiner KI oder sieht die gar kein Problem in der anhaltenden Entwicklung fortschreitenden Links-Dralls/Liberalisierung und Beziehungsunfähigkeit der Frauen, etc.?
Für Code dürften (das hatte ich glaub schon mal angedeutet) andere KIs eher geeignet sein. Ich mag Gemini vor allem wg. des größeren Kontext-Fensters und weil man es auf ein sprachlich "höheres Niveau" einstellen kann, was mich gerade bei psychologischen und Beziehungsthemen sehr ansprach - und nicht, weil Gemini "gut" programmieren könnte.
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Gruß!™
Time is the school in which we learn,
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