Das Gegenseitigkeitssystem in der Inka-Wirtschaft
Hallo Bernd
Die "Tribute" könnten auch einfach das gewesen sein, was aus einer Region gebracht wurde, und was dann gezählt wurde.
Ich vermag nicht zu sagen, ob die folgenden Quellen glaubwürdig sind. Einige mir unbekannte Begriffsbildungen und Inhalte sind wohl mit Vorsicht zu interpretieren.
https://onlyfunfacts.com/de/geschichte/wirtschaft-inka-reich/
Weil jeder Staat aber nur überleben kann, wenn Bürger Abgaben entrichten, mussten sich die Inka etwas ausdenken. Was also lag näher, als tierische und pflanzliche Nahrungsmittel als Steuer einzutreiben? Dazu mussten die Bürger dem Staat auch noch einen gewissen Teil ihrer Arbeitskraft opfern. Doch zurück zu den Nahrungsmitteln – den größten Anteil davon zog der Staat ein und verteilte diesen unter der Bevölkerung wieder, und zwar so, wie er es für richtig hielt. Alles in allem funktionierte das System jedenfalls über mehrere Jahrhunderte hinweg.
https://www.postposmo.com/de/Inka-Wirtschaft/
Zu Beginn der Expansion der Inka-Siedlungen wurde die Autorität nicht direkt ausgeübt, sondern durch Gegenseitigkeit und Minka (übersetzt: „flehe jemanden an, mir zu helfen, indem du etwas versprichst“). Die Reziprozität ermöglichte einen Austausch auf der Grundlage der Vorteile der Arbeit, der durch Verwandtschaftsbeziehungen organisiert wurde. Daher hing Reichtum von der Arbeit ab, die einer Gemeinschaft zur Verfügung stand, und nicht von der Menge an Gütern, die von einer bestimmten Person angehäuft wurden.
Gruß - Ostfriese