2004 begann unter Rot Grün der Niedergang des deutschen Handwerks.

Durran, Dienstag, 18.04.2023, 08:58 (vor 1050 Tagen) @ Plancius2711 Views

Bis dahin gab es in allen Handwerksberufen eine Meisterpflicht.

2004 wurde diese in den meisten Gewerken abgeschafft. Also gingen die Meisterabschlüsse massiv zurück.
Fast jeder konnte einen Handwerksbetrieb eröffnen. Eins konnte er allerdings nicht. Lehrlinge ausbilden.

Und so gingen auch die Gesellenabschlüsse in den Keller. Es gibt Bereiche im Handwerk wo es 90 Prozent weniger Meister und Gesellenabschlüsse gibt.

Gerade im Heizungsbau muss man zumindest bei großen Betrieben auf Baustellenmontage. Die ist selten am Wohnort. Wer möchte denn heute noch auf Montage? Die ganze Woche in einer ranzigen Pension schlafen, weit weg von der Familie.

Aber nehmen wir einfach einen Schneider. Solides Handwerk, wird immer gebraucht.
Wenn du heute Schneider bist und als kleiner Betrieb arbeitest hast du ein enormes Risiko zu verarmen.
Für eine Hose kürzen bekommst du vielleicht 15 Euro. Alles andere macht auch wirtschaftlich keinen Sinn. Du brauchst dafür eine Stunde. Abzüglich der Mehrwertsteuer bleiben 12 Euro übrig.

Der Stundensatz in einer markengebundenen Autowerkstatt beträgt 120 Euro und mehr.

Also die wirklichen Hand -werks-berufe sterben einfach aus. wirtschaftlich nicht mehr darstellbar.
So lange die Textilien günstig aus Asien importiert werden können auch bislang kein Problem.

Aber es verschwindet das Know How, die Technologien, die Maschinen und die Fachkräfte. Unwiederbringlich. Und es wird sich rächen.


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