Zivilisation kann sowohl nur als -kratie entstehen, als auch nur als -kratie erhalten werden

MausS, Dienstag, 11.04.2023, 17:17 (vor 1055 Tagen) @ Weiner3186 Views

Herrschaft ist nicht mehr nötig, wenn der Staat als Genossenschaft oder - extrem gesprochen - als GmbH gedacht wird, wo man sich unter gemeinsamen Regeln (Satzung) und mit gemeinsamen Zwecken und gemeinsamem Kapital und gemeinsamer Arbeitsleistung zusammenfindet - und gemeinsam gewinnen oder untergehen kann.

Lass dir von einem jahrzehntelang in derartigen wirtschaftlichen Subjekten in verantwortlicher Position Praktizierenden mitteilen, dass diese Behauptung bar jedes Realitätsbezugs ist.
Jede Satzung ist voller dieser fein ausformuliertere Regelungen und Rahmensetzungen. Deswegen, um auf ebendiese dort getroffenen verbindlichen Regelungen hinweisen zu können, muss ich die auch stets dabei bzw. abrufbar griffbereit haben.

Allein die tatsächliche praktische(!), zwingend vorhandene(!) Struktur dieser Organisationsformen deutet auf die größtmögliche Unkenntnis oder schlechthin totales Unverstehen des Schreibers bezüglich wirtschaftlicher Praxis hin.

Bleibt meinerseits einmal mehr die Feststellung, dass der Zeitgeist der Infantilisierung und Zersetzung Sachverstand, belastbares Wissen und praktisch erworbene Fähigkeiten spielerisch aus dem Rennen schlägt. Vielleichts reicht's ja doch, um unsere Zukunft erfolgreich zu gestalten?! Nur zu!
Dann definieren wir 'erfolgreiche Zukunft' eben einfach neu!

Wo und wann bitte gab es in der historischen Wirklichkeit jemals soziale Organisationsformen ohne ein hierarchisches Gefälle, einschließlich der damit einhergehenden Befähigung zur Ausübung organisierter Gewalt?

Und falls man dies, die Organisation der Gesellschaft ohne Implementierung eines Herrschaftsanspruchs, anstreben will:
wie soll das praktisch umgesetzt und langfristig funktionierend gestaltet werden?

Bitte nicht utopisch irgend etwas zutiefst wünschens- und hoffnungswertes zusammendichten, sondern eine konkret nachvollziehbare, praktisch (und aus dem jetzigen Ist-Zustand heraus) umsetzbare Handlungsanweisung darlegen, Danke.
(Und nicht wieder außer Acht lassen, dass das Setzung von Recht ein Derivat der Macht ist, und nicht umgekehrt! Gerade das wurde uns doch in den letzten drei Jahren ausdrücklichst [[zwinker]] vorexerziert.)
@Morpheus scheitert daran ja auch immer noch grandios, aber es darf ja jeder mal...

Ansonsten gilt, wie stets bei all diesen ideologisch basierten Heilslehren:

Vorwärts nimmer - abwärts immer!

Verbunden mit einer herzlichen und ehrlich gemeinten Entschuldigung für meinen bösen, wirklich bitterbösen Sarkasmus grüßt, außerhalb des sich auf den argumentativen Austausch beziehenden Sich-Fetzens,

freundlich MausS

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„Wir Feinde des allgemeinen Wahlrechts hören nicht auf, uns über den Enthusiasmus zu wundern, den die Wahl einer Handvoll Unfähiger durch einen Haufen Inkompetenter weckt.“ Nicolas Gomez Davila


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