Was man befürwortet, ist immer eine persönliche Entscheidung...

Andudu, Montag, 27.02.2023, 12:44 (vor 1096 Tagen) @ Revoluzzer3842 Views

Oder soll man sich aktuell von Putin distanzieren – um vielleicht irgendwann mit einem Nachfolger wieder in Kontakt treten zu können? Soll man „Pragmatismus“ in seiner ganzen Widerwärtigkeit praktizieren? Das Wahre und Richtige verraten, um heute und morgen Erfolg zu haben?

Das ist die andere Option.

Individuell kann man die Frage auch ignorieren, aber gesellschaftlich nicht. Das ist also keine Option.

...und ich würde normalerweise auf der Wahrheit beharren, es sei denn, dass das mein unmittelbares Ende bedeuten würde (dafür wäre ich dann doch zu feige, dann lieber Reaktanzverhalten).

Warum? Weil ich auch morgen noch in den Spiegel schauen und von anderen als integer wahrgenommen werden möchte.

Von Lügen kann man profitieren, aber man zerstört damit Vertrauen und Struktur, auf die man selbst angewiesen ist. Das ist ja die Crux: man schadet sich damit mittelfristig selbst!

Man kann das überdeutlich an der Geschichte des Westens sehen: immer mehr der in ihm lebenden Menschen haben mit den Machtstrukturen gebrochen, glauben der Propaganda nicht mehr, erkennen wie stark jede Moral längst zersetzt wurde, es ist wie eine Autoimmunerkrankung, sie lehnen ihr eigenes System ab, weil dieses Moral predigt, aber sich selbst nicht daran hält... kurz: es lügt!

Ähnlich ist es mit korrupten Ländern, sie bekommen einfach die Füße nicht auf den Boden, solange jeder nur sein persönliches Wohlergehen skrupellos, also mit Lügen und Betrug, durchsetzt. Auf sowas kann halt einfach keine positive kollektive Entwicklung gründen...


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