Paul C. Martin: "Die Welt läuft viel simpler ab als manche glauben. Bei der Macht entscheidet nicht …
Hallo Manuel H.
Sehr bedenklich empfinde ich, dass die UNO unlängst die Russische Föderation wegen angeblicher Kriegsverbrechen verurteilte, aber durch das Unterlassen einer Verurteilung der Ukraine die Kriegsverbrechen der Ukraine legitimierte. So schafft sich die UNO schnell als unparteiischer Mittler und höhere Instanz zur Wahrung des Völkerrechts recht schnell ab.
Wenn aber die UNO einen "Missionseinsatz" genehmigt, ist erst einmal so völkerrechtlich die Welt in Ordnung.
Das Völkerrecht ist in der gegenwärtigen weltweiten Situation, um Goethes Faust I zu zitieren Schall und Rauch: Es geht um die als Passiva zu begreifenden Gesetze der debitistisch machtbasierten Abläufe, auf die die Politik als Aktivum keinen Einfluss hat.
… die Ausübung derselben, sondern deren Beibehaltung. Dies bedeutet automatisch Expansion."
Nach der Demokratie kommen Plutokratie, Ochlokratie und schließlich wieder die altbewährte Tyrannis. Das hatten die Alten (Polybios und so) schon klar erkannt (Varianten jederzeit). Auch Machiavelli hat darüber tüchtig nachgedacht.
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Wie ich vor einiger Zeit anmerkte, muss jede Zentralmacht ihre auf simuliertes Recht beruhende formelle Herrschaft aus debitistischen Gründen aufgeben: Sie schlägt wieder in ursprüngliche formlose Gewalt zurück - Militärdiktatur im Wartestand.
Dottore in Was lehrt uns Sparta?
As land shortage continued and became even mir acute, so did warfare. Now the competing units were no longer small villages, but, often large chiefdoms. From this point on, through the conquest of chiefdom by chiefdom, the size of politcal units increased at a progressively faster rate... Once valley-wide kingdoms emerged, the next step was the formation of multivalley kingdoms through the conquest of weaker valleys by stronger ones. The culmination of this progress was the conquest of all Peru by its most powerful state, and the formation of a single great empire... for the last time, by the Incas.
…
Mächte, Staaten, Reiche usw. entstehen immer per Gewalt und niemals freiwillig. Danach Expansion und Erfolge. Sobald sie sich dann sich gegenseitig versichern, wie toll jeder jeden findet und sich auch noch weiter ausdehnen, um so richtig "mächtig" auszuschauen, ist das der Beginn des Untergangs, im Inneren wie nach außen.
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Gruß - Ostfriese