Thomas Hoof (Sezession) sollte den Debitismus mal kennenlernen
Der Artikel wurde hier bereits verlinkt, ich kann das Posting hier aber leider nicht mehr finden.
Der letzte Satz des Artikels ist unvollständig. Weiß einer den vollständigen Text?
https://sezession.de/64852/in-zehn-oder-in-hundert-jahren
"Kurz, knapp und einfach (und ohne die sonst verlangte Kletterpartie durch den Hochseilgarten der Stützelschen Saldenmechanik): Der Kern der unfaßbar großen Vermögen, die sich im Finanzsektor gestaut haben, sind schlicht die bankbilanziellen Gegenbuchungen der ab 1980 explodierenden Staatsschulden. Der Finanzbedarf der Staaten wurde von den Banken mit Geld befriedigt, das sie im Wege der Giralgeldschöpfung, also aus dem Nichts, geschaffen hatten. Während ein Darlehen nach seiner Tilgung aus dem Geldkreislauf verschwindet und nur die geleisteten Zinszahlungen als Ertrag der Bank darin verbleiben, sind die Staatskredite dauerhafte Vermögensgrößen in den Bilanzen der Finanzinstitute, denn sie werden nie getilgt, sondern lediglich in ihren Fristigkeiten immer wieder überwälzt und dabei in der Regel erhöht."
Man merkt, dass er Stützel nicht kapiert hat (der schreibt auch tatsächlich unverdaulich), dass er betriebswirtschaftlich, also nicht makroökonomisch denkt und dass er die debitistische Entstehung unseres Geldes nicht verstanden hat.
Denn alles Geld wird "aus dem Nichts" geschaffen, also gegen die Hinterlegung von fiktiven oder mehr oder weniger "realen" "Sicherheiten".
Hoof hat auch richtig erkannt, dass "aus dem Nichts" geschaffenes Geld durch Tilgung verschwindet.
Wir können also lernen, Geld entsteht erst durch Verschuldung und vergeht immer durch Tilgung.
Während wir alle doof in der Schule lernen, sich zu verschulden ist böse und Geld "rückzahlen" gut, können wir es besser wissen. Nur wer Schulden macht, schafft das dringend von allen benötigte Geld und wer Schulden bezahlt, vernichtet in Wahrheit Geld. 
Hoof hängt immer noch dem Irrtum an, dass es Gelddinger gäbe und dann noch dazu irgendwie Geld, das die bösen Banken fies aus dem Nichts schaffen.
Man sollte es ihm nachsehen. Er war mal Stadtrat oder Schatzmeister bei den Grünen in den 70ern oder 80ern, also streng kapitalismuskritisch und hat dann mit Manufaktum x Millionen gemacht. Wer also mit schlechtem politischem Gewissen sich viele Millionen angeeignet hat, glaubt natürlich, dass die Zinsen (also seine Kapitalzinseinnahmen als Unternehmer) nur aus "echten" Gelddingern stammten und nicht aus bösem kapitalistischen Bankengeld aus dem Nichts.
So glaubt er auch, dass die Zinszahlungen im Geldkreislauf verbleiben, was gedanklich "echte Gelddinger" versus "böses unechtes Bankengeld aus dem Nichts" impliziert.
Nur wo kommt denn das Geld für die Zinszahlungen her? Natürlich aus Krediten, also aus dem bereits genannten "Nichts". ALLES Geld ist Schuld, entsteht durch Verschuldung und vergeht durch Tilgung. Tilgten wir alle unsere Schulden, hätten wir alle kein Geld mehr.
Da er das nicht erkennt bzw. nicht erkennen will, erfindet er in meinen Augen neben dem Irrtum, Zinszahlungen stammten aus nichttilgungspflichtigen Geld, noch eine unterstellte Korrelation zwischen Energiemehrverbrauch und Geldvermögenswachstum (die sich in Staatschulden = "unsere" Vermögen spiegeln)
Das ist insofern auch nicht falsch beobachtet, als dass das Ponzi-Schema unseres alten Geldes wegen der stetig wachsenden Nachschuldnerproblematik stetiges Wirtschaftswachstum braucht, das bislang immer mit wachsendem Energieverbrauch korrelierte.
Hoofs Hinweis, dass die geförderten erneuerbaren Energien wohl lediglich Minus-Energie produzieren, teile ich. Sie sichern aber Wirtschaftswachstum und Wachstum der Geldvermögen (die in Staatsschulden gespiegelt werden)
Seiner Behauptung, dass immer mehr Energie eingesetzt werden muß, um Energie zu fördern, teile ich ausdrücklich nicht. Im Gegenteil, unsere unglaublich Produktivitätssteigerung in allen Bereichen hat doch nicht einfach mal die Produktion von Energie vergessen. Auch deren Produktion gelingt uns jetzt mit weniger Energie als früher
PS
Rheingold kommt ohne diesen Konstruktionsfehlern aus, um das zu verstehen, dazu müsste aber der Geldschöpfungsprozess, der beim Rheingold fundamental anders ist, von Interessenten verstanden werden.