Tuomas Malinen ist ein Lochumrunder der Extraklasse!

Ostfriese, Mittwoch, 06.07.2022, 09:55 (vor 1323 Tagen) @ Ikonoklast3967 Views

Hallo Ikonoklast

Der Satz

Dieser Prozess, d. h. die Steigerung der Produktivität, ist die Ursache für den spektakulären Anstieg des Lebensstandards seit dem 18. Jahrhundert.

ist aus debitistischen Gründen inhaltlich nicht haltbar. Die weitere Verschuldungsfähigkeit ist für den Anstieg des Lebensstandards verantwortlich. Die erzwingbare Abgabe ist der Driver aller ökonomischen Prozesse.

Es geht um das ‘Triple-down’ Monopol der Zwangsgewalt des Staates (coercive power: Waffen → Abgaben → Geld), das aus debitistischen Gründen - letztendlich auf allen Stufen der zivilisatorischen Entfaltung - die Steigerung der Produktivität und den Anstieg des Lebensstandards erzwingt. Geld ist ein Kriegskind.

“Hat der zur Produktion Gezwungene jedoch die Möglichkeit aufs Wirtschaften (arbeitsteilig) auszuweichen, wird er dieses vorziehen. Er wirtschaftet dann aufgrund von Kontrakten, also wirtschaftet arbeitsteilig (siehe Adam Smith usw.). Die Kontrakte muss er wiederum erfüllen. Je mehr Kontrakte (Arbeitsteilung), desto besser für ihn (höhere Effizienz, technischer Fortschritt usw.). Der Pferdefuß: Die Kontrakte kann er nur vollstrecken (lassen), wenn die Macht behilflich ist.”

“Die Macht ist also nicht verschwunden, sondern nach wie vor präsent. Das Wirtschaften mit allem, was wir mit ihm erleben, ist also nichts anderes als der Versuch, den Anspruch der Macht auf Abgaben (= Machterhalt) möglichst zu unterlaufen. Dies und nichts anderes ist das, was wir ‘Fortschritt’, ‘Wachstum’ usw. nennen.”

“Erforderlich dazu: Die Macht muss Teile ihrer selbst abgeben, was durchgehend der Fall war: also statt Herrscher- oder Staatseigentum jetzt ‘privates’ (Unter-)Eigentum, das grundsätzlich von der Macht zediert wird (Privilegien, Charter, Bauernbefreiung, Landaufteilung, usw., usw.).”

“Warum treten die Machthalter Teile ihrer Macht ab? Weil sie sich nicht der Gefahr aussetzen möchten, die Macht zu verlieren. Es gibt kein Beispiel in der uns bekannten Geschichte, wo die Zession von ‘Rechten’, die zunächst komplett der Macht und ihrem Halter (ihren Haltern) zugestanden hatten (ganz einfach, weil sie bewaffnet war bzw. das Waffenmonopol hatte) ‘freiwillig’ erfolgt wäre. Wozu auch? Siehe sämtliche ‘Reformen’, ‘Befreiungen’, usw. Sie kamen nur in die Welt, weil die jeweiligen Machthalter ihrerseits (heute doch schon wieder!) vor der Alternative standen: Die Macht zu erhalten oder zu verlieren.”

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=229937

Hinter Tuomas Malinen Beitrag steht immer noch die von Adam Smith stammende nicht haltbare These von der Arbeit als Quelle allen Reichtums und allen Wohlstands der Nationen.

Vielmehr ist zu begreifen:

Wertschöpfende Tätigkeiten – Solch ein Unfug! (Richtig: Verschuldung → Preisfindung → konkrete Werte).

“Wert ist ein geliehenes Verhältnis, welches wir nur dann begreifen können, wenn wir bereit sind, die makroökonomische Ganzheit des debitistischen Ablaufes zu begreifen. Wir bewerten Güter und Dienste nur dann, wenn es sich mental in gesetzlichem Zahlungsmittel ausdrücken lässt. Der Ausdruck ist die Preisung. Der Preis ist dabei nicht von Erwartungen oder von Gefühlen abhängig. Der Preis ist (und nun wechseln wir auf die makroökonomische Sicht des Systems und hören ganz genau zu) von der Nachfrage des Publikums nach Verschuldung abhängig. Wenn es hier nicht klick macht, hat man es nicht verstanden und sollte dieses Forum oder die Bücher von Gunnar Heinsohn, Otto Steiger oder Paul C. Martin studieren!”

https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=254953

Gruß - Ostfriese


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